Kategorie Archiv: Innovation

Handwerk, Tag des Brotes, Bäckerhandwerk, Sabine Hauswirth Consulting

Am Tag des Brotes ein Hoch auf das Handwerk

Handwerk am Tag des Brotes

Das Handwerk steht vor gravierenden Herausforderungen: Mitarbeiter finden und binden betrifft das Handwerk genauso wie alle anderen Branchen und Geschäftszweige.

Was immer noch fehlt, ist die genügende Anerkennung dieses Berufsstandes, aber ich denke, das wird sich gravierend ändern. Nicht alles kann industrialisiert und automatisiert werden und viele Menschen kommen auch gerne auf Manufaktur-Produkte und handwerklich erzeugte Produkte zurück.

Doch anlässlich des heutigen Tag des Brotes will ich genau dies zum Anlass nehmen, warum ich gerade das Handwerk als eines der zukunftsträchtigsten Bereiche sehe: wo mit der Hand gearbeitet wird und somit mit allen Sinnen, können Menschen noch erleben, dass sie Menschen sind. Das hört sich jetzt vielleicht etwas philosophisch und vielleicht auch malerisch, aber wenn wir genauer hinschauen, kann genau das die Chance sein.

Denn im Zeitalter digitaler Transformation werden Sinnes-Erfahrungen und das Arbeiten mit Händen entzogen. Menschen, die beispielsweise im reinen IT-Bereich arbeiten, bekommen nicht ohne Grund sehr gute Angebote in der Mitarbeiter-Entwicklung, wo dies ausgeglichen wird. Doch wo das nicht stattfindet, verkümmert der Mensch.

Ich sehe den Mitarbeiter-Mangel im Handwerk genauso gravierend an, wie überall anders auch. Aber mit der großen Chance, die sich hier bietet: all die Bewerberinnen und Bewerber auf dem Markt abzuholen, die sich von Handwerk angezogen fühlen, die auch etwas erschaffen und kreieren wollen.

Um den Mehrwert, den man hier als Handwerksunternehmen bietet, zu zeigen, braucht es jedoch ganz klare Strategien und Konzepte, um dies nicht nur einfach in Marketing-Kampagnen zu verwandeln, sondern konsistente Mitarbeiterbindungs-Programme zu entwickeln und anzubieten.

Der Tag des Brotes steht für mich symbolisch für Reduktion und die Einfachheit im Leben. Viele Menschen haben Sehnsucht nach Reduktion. Diejenigen, die bereit sind, zu arbeiten und die weniger in der Theorie unterwegs sind, sollten Zugang zu diesen Berufen bekommen. Viele Menschen wollen Erfahrungen machen, die ihnen einen Sinn vermitteln. Klar, ich weiß selbst, Handwerk ist hartes Geschäft und nicht für jeden geeignet. Aber wenn es Sinn bietet, werden die Menschen sich angesprochen fühlen als Bewerber, die hier entsprechende Infos über alle möglichen Kanäle erhalten.

Warum nicht als Handwerksunternehmen ganz gezielt authentische und gerne auch humorvolle Erlebnisse aus dem handwerklichen Betrieb filmen und gekonnt umsetzen als Marketing-Kampagne?

Aber Achtung: zuvor tatsächlich eine klare Konzeption entwickeln, die für ein gutes Employer Branding geeignet ist.

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- Sabine Hauswirth Consulting

Weiterbildung nicht nur als Rechtsanspruch

Weiterbildung ist Entwicklung

Unternehmen stehen vor enormen Herausforderungen. Der überall einwirkende Einfluss ist die Veränderungsgeschwindigkeit aufgrund der digitalen #Transformation.
Was ich seit Jahren beschreibe, ist der Einfluss auf die Menschen und was das mit uns macht. Eine Zeitlang habe ich ständig von Reduktion geschrieben, die in alle Bereiche fließen müsste, um diesen Change zu bewältigen. Doch hier das, was ich denke, was für Unternehmen am relevantesten ist, um zukunftsfähig zu bleiben:

🔴den Menschen dort abzuholen, wo er steht und ihm Entwicklungsmöglichkeiten anbieten (PEOPLE DEVELOPMENT)
🔴die 3 relevantesten Themen für diese Entwicklungsangebote, die ICH sehe, sind: RESILIENZ, INNOVATIONSKRAFT, ECONOMY-KNOWHOW. Warum? Das sind die meines Erachtens wesentlichen Skills von Mitarbeitern, um sie zukunftsstark zu machen. Resilienz, um Stress und Dauerbelastung besser zu bewältigen, Innovationskraft, um flexibler und einfallsreicher und somit auch Co-Entrepreneurship-Denken im Unternehmen zu haben, Economy-Knowhow, um die Zeitenwende, die kommen wird, auch finanziell und ökonomisch zu bewältigen.
🔴die Geschwindigkeit, die um uns alle herum laufend schneller wird, zwingt zur adaptiv-situativen Anpassung: ich sehe es allerdings in der Priorität als wichtiger an, die ENTWICKLLUNG vor die GESCHWINDIGKEIT zu setzen. Denn ohne Entwicklungsmöglichkeit, mitarbeitergerecht und menschenfreundlich, wird die adaptiv-situative Anpassung nicht gut gelingen – ohne die Menschen dabei zu verlieren.

Ich selbst habe Jahre gebraucht, um mein eigenes Geschäftsmodell nach Umstellungs-Erfordernis vor einigen Jahren zu entwickeln und so viele Skills neu zu lernen, die ich zuvor nicht konnte.

Diese Zeit hat viel Geld gekostet in Form von Verzicht auf Umsatzanteile.

🔴Egal ob kleines oder großes Unternehmen – das ist der Part, in den heute JEDES #Unternehmen investieren muss: Zeit in Entwicklung. Entwicklung von Skills, Re-Skilling und Innovationskraft. Zeit = Kapital. Ich nenne das Investition in die Schatzkiste des Unternehmens, die Mitarbeiter (Treasure Value).
🔴Dies ist die neue Wachstumsformel: Zeit in Entwicklung ist das Kapital der Zukunft.
🔴Entwicklung VOR Geschwindigkeit, denn ohne Entwicklung kann Geschwindigkeit nicht erzielt werden.
🔴Was im Großen gilt, gilt auch im Kleinen: Viele Solopreneure werden aufgeben müssen, weil sie hier nicht mehr genügend finanzielle Spielräume haben, um die Zeit für Entwicklung (z.B. für Digitalisierung im Unternehmen) und dementsprechend anschließende Geschwindigkeit für adaptiv-situative Anpassung haben – ich würde gerne etwas anderes sagen, weil ich gerne motiviere. Aber auch das ist eine Realität, der wir uns noch nicht gestellt haben. Dies ist jedoch auch eine gute neue Mitarbeiter-Zielgruppe für Unternehmen, die gerne Co-Entrepreneurship-Denken im Unternehmen haben.

🔴Die Themen, die ich auch sukzessive in Webinaren anbieten werde
#economy #resilienz #innovation 📲 im Format ‚Design Café‘

🔴 aktuell in der FAZ der Bericht darüber, dass die Bundesregierung einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung einführen möchte. Mehr lesen in meinem kurzen Linkedin-Artikel dazu mit Link auf den FAZ-Artikel 📲 zum Artikel Linkedin

 

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Working together

➡️Sie wünschen als Unternehmen hierzu eine Empfehlung, wie Sie Entwicklung und Training für Resilienz, Innovation & Economy in Ihr Unternehmen integrieren können oder wünschen Sie ein Seminar für Mitarbeiter?
➡️nutzen Sie unser kostenloses Erstgespräch, in dem wir uns nicht nur persönlich kennenlernen, sondern indem wir klären, was ich für Sie tun kann.

silhouette of tree near body of water during golden hour

Was Elon Musk anders macht

Was Elon Musk anders macht

Dies ist ein Beitrag, den ich im April 2022 als Antwort auf Thomas Sattelberger, MdB, (FDP),  mit dem ich auf Linkedin vernetzt bin, auf seinen Beitrag zu Elon Musk gegeben habe.

Ich habe über Elon Musk noch nie gelacht und diejenigen, die über ihn lachten, haben bis heute nicht verstanden, was er wesentlich anders macht:
🔴er disruptiert Branchen radikal
🔴er re-investiert total, d.h. nicht nur budgetiert, sondern All-Goes-in, indem er sich auch mal von seinem Immobilien-Vermögen durch Verkauf trennt
🔴er folgt Prinzipien von Beyond Budgeting, das ist agiles Wirtschaften (ich empfehle Ihnen und auch anderen Unternehmen, sich mal das Beyond Budgeting Institut in London anzuschauen)
🔴er kennt sich selbst fachlich extrem gut aus, was bedeutet, er versteht, was man ihm vorlegt
🔴er ist Future Thinker, was antizipiertes Denken ist
🔴er macht sich nichts aus dem, was Andere Leute von ihm denken
🔴er ist die leibhaftige Speed of Implementation
🔴er investiert in die Besten der Besten in seinen Teams
🔴er holt sich nicht Berater, sondern Zukunftsentwickler und Macher an Bord.

Was ihn ganz klar auch ausmacht: als Revolutionär, Pionier und Rebell kann man ihn definitiv auch nicht als berechenbar machen. Der aktuelle Kauf von Twitter in Höhe von 44 Milliarden USDollar macht es einmal mehr schwerer, sein Verständnis von Meinungsfreiheit und Demokratie zu interpretieren.

Wir und unsere Komfortzonen kommen da nicht mehr mit – bis da etwas unterstützt wird, haben Musk & Co. die übernächste Disruption realisiert.

Was Sie, Herr Thomas Sattelberger, MdB, aber tun können:
➡️ENDLICH die Hürden für Kapitalbeschaffung WIRKLICH beseitigen. Denn unsere Innovation in D scheitert auch daran, dass die Hürden nach wie vor zu hoch sind, um an Kapital zu kommen.
Und nicht jeder steht auf Investoren.
➡️Denn eines gilt als erwiesen: Ohne Kapital keine Geschwindigkeit. Ohne Geschwindigkeit kein Wachstum. Was das volkswirtschaftlich bedeutet, muss ich sicherlich nicht erklären, selbst wenn man wie ich auch mal gerne über Post-Growth-Szenarien nachdenkt.

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Working together

➡️Innovation kann trainiert werden – wir sind es in Deutschland nur nicht gewohnt
➡️Mitarbeiter können hier auch trainiert werden – es können einzelne Module aus unserem Angebot Innovationsmanager kann wie alle anderen auch einzeln gebucht werden
➡️📲 Mehr lesen in unserem ‚Design Café‘, das Lernformat für Lernen im Flow und mit Genuss hier

Upcycling Innovations-Methode, Idea Papers Sabine Hauswirth

Agile Geschäftsmodelle

Zukunft neu denken

Agile Geschäfts-

Modelle

Checkliste kostenlos downloaden

Agil bleiben, Geschäftsmodelle flexibel machen

Die Herausforderung, ein agiles Geschäftsmodell zu erzeugen und die Mitarbeiter darin zu trainieren, ist schwer genug! Warum? Weil es dafür einfach Zeit benötigt, um Mitarbeiter fit für die Zukunft zu machen. Nur um ein paar Stichworte zu benennen, warum ich Agile Geschäftsmodelle mit entsprechend trainierten Mitarbeitern als zukunftsweisend sehe:

1. Wandel geschieht mittlerweile täglich, wöchentlich, monatlich
2. Unser Finanzsystem ist anfälliger denn je, und die Corona-Pandemie hat das beschleunigt und verstärkt
3. Seit Corona stehen wir vor den größten finanziellen Herausforderungen seit dem 2. Weltkrieg – der finanzielle Aufwand von Staaten ist mit der Finanzierung von Kriegen zu vergleichen; die Inflationsgefahren werden angesichts Corona und der demographischen Entwicklung langfristig steigen, mit entsprechenden Auswirkungen auf Unternehmen und Bürger
4. die Erwerbspopulation neigt sich, die Baby Boomers gehen bald in Rente (wenn sie tatsächlich in Rente gehen und nicht weiterarbeiten) , doch wir benötigen eigentlich jährlich zusätzlich ca. 400.000 Beschäftigte
5. Rentenversicherung und Krankenversicherung sind in einem System gefangen, das schon lange auf Zuschuss ausgerichtet ist und die Zuschüsse werden ziemlich sicher steigen müssen – aber wer soll das alles bezahlen angesichts unserer alternden Bevölkerung?
6. Wenn die Kaufkraft bei den Menschen abnimmt, hat das massive Auswirkungen auf die Wirtschaft, nicht nur auf die deutsche Wirtschaft und somit auf die Geschäftsmodelle schlechthin
7. Die Polarisierung in unserer Gesellschaft macht ein gesellschaftliches Klima, das zunehmend Auswirkungen auf Wohlbefinden, Resilienz, Motivation und Arbeitshaltung von Mitarbeitern hat – Und: Toleranz & Empathie sind mehr denn je wichtig!
8. Wandel & Innovation entstehen in positiven Rahmenbedingungen.
9. Gestaltung von Wandel & Innovation wird nur mit guter Innovationskultur und ökonomisch guten Rahmenbedingungen möglich sein.
10. Innovationskultur ist die Grundlage agiler Geschäftsmodelle, weil so laufender Wandel ermöglicht wird.
11. Talente und Top-Mitarbeiter egal welchen Alters werden genau diese agilen Unternehmen suchen!

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Idea Papers, Sabine Hauswirth Unternehmensberatung Rosenheim, Geschäftsmodelle

Geschäftsmodelle in Krisenzeiten

Geschäftsmodelle in Krisenzeiten

Geschäftsmodelle sind gerade in Krisenzeiten anfällig für negative Emotionen der Käufer, die sich in der Nachfrage entsprechend ausdrücken können. Wer seine Mitarbeiter in Innovation trainiert, bietet nicht nur Akpzeptanz für Change und Wandel, sondern auch für Toleranz.

Zugleich kann das eigene Geschäftsmodell schneller auf Krisen reagieren, da die flexiblen Mitarbeiter gut mitmachen.

Geschäftsmodelle benötigen immer mehr Flexibilität. Mein Satellite Core Modell, in 2016 entwickelt, beschreibt die Flexibilisierung durch Potenzialentwicklung. Dies ist sicherlich nicht allgemeingültig anwendbar, da jedes Geschäftsmodell seine Eigenheiten hat. Jedoch macht es Sinn, sich durch die eigene Vielfalt auf nicht-ausschließliche Fokussierung zu konzentrieren. Ein Widerspruch? Nein – denn Konzentration auf Vielfalt bedeutet im Sinne des Satellite Core Modells, sich auf ein Fokus-Potenzial zu konzentrieren und weitere Potenziale laufend zusätzlich, und das strukturiert und nacheinander trainiert, ohne Multitasking, um im Moment der Notwendigkeit schnell auf trainierte Potenziale switchen zu können.

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Idea Papers, Sabine Hauswirth Unternehmensberatung Rosenheim, Geschäftsmodelle

Innovation, Leadership & Zukunftsdenken

Innovation, Leadership und Zukunfts-Denken

Innovation, Leadership und Zukunfts-Denken

Wer den Zugang zu seinem Inneren erreicht hat, kann damit aus der Kraft der eigenen Stärke schöpfen. Die Kraft der eigenen Stärke erwächst ausschließlich aus dem Adaptiv Unbewussten. Aus dem Adaptiv-Unbewussten entstehen Leadership, Kreativität, Vision und Innovation. Sie erwächst nicht aus dem Verstand, weil der Verstand nachweislich begrenzt ist. Der Verstand ist das, was wir kognitiv erfasst und abgespeichert haben, der Verstand ist aber definitiv nicht unser Selbst. Im Verstand verwurzelt sind Management und Strategie, Präzision, Rechnen und Sachlichkeit.

Doch hieraus wächst keine echte Leadership-Qualität. Dies wird nach wie vor insbesondere in konservativen Unternehmens-Strukturen gelebt. Doch ohne Vision, Intuition, Kreativität – kein Wachstum der Zukunft. Und die stammt aus dem adaptiv Unbewussten. Weil die Geschwindigkeit in Industrie 4.0 immer schneller wird und Strategie alleine zu langsam ist, um das zu bewältigen, wird die schnellere Vorgehensweise benötigt – alle Innovatoren machen das ja schon lange vor: Jeff Bezos von AMAZON, Elon Musk von TESLA und schon vor Jahrzehnten Bill Gates von MICROSOFT und Steve Jobs von APPLE. Vision und Unbewusstes VOR Verstand = Strategie. Auch Albert Einstein hatte hierzu seine Ausführungen.

Das ist das gleiche wie mit Zeitmanagement, oder Arbeiten mit dem inneren Schweinehund – das funktioniert nicht, weil es den verkehrten Ansatz anbietet: Verstand anstatt Adaptiv-Unbewusstes. Und ist somit höchst-ineffizient in Zeiten immer schneller Veränderungen und damit einhergehender Veränderungs-Geschwindigkeiten, die bestehende Systeme zunehmend in Bedrängnis bringen.

Zukünftige Leadership-Qualität erfordert also integrationsstarke Persönlichkeiten, die Empathie, Vision, Kreativität mit Strategischem Denken verbinden können.Verstand ist daher nicht Grundlage von Leadership und genau aus diesem Missverständnis heraus entstehen oft Besetzung von Führungspositionen, die Empathie und Einfühlungsvermögen sowie Innovationsdenken und Kreativität vermissen lassen, weil ausschließlich der Verstand regiert. Leadership, so wie ich das sehe und viele andere kluge Leute auch, entsteht ausschließlich aus einem integrationsstarken Selbst, also aus der Verbindung von Adaptiv-Unbewussten in Zusammenarbeit mit dem Verstand, und zwar in einem Top-Down-Ansatz, also zuallererst das Adaptiv-Unbewusste, erst danach Zuschaltung der Logik.

Ich bin noch in einer Generation beruflich groß geworden, wo genau diese Fähigkeiten mehr als verpönt und alles andere als erwünscht war. Das Nachkriegs-Deutschland spielte hier sicherlich noch eine große, negative Rolle. Doch das wird sich nachhaltig für Deutschland rächen, wenn hier nicht großflächig sich etwas ändert. Denn dort, wo Leadership entsteht, nämlich im adaptiv-Unbewussten, entsteht auch die Innovation und Vision. Und die brauchen wir wie nie zuvor.

In einer Zeit, wo Change in einer überdimensional schnellen Zeitspanne passiert, kann Strategie alleine gar nicht mehr hinterherkommen. Sie braucht einfach zu lange Zeit, bis sie erst einmal ausgedacht und fertig konstruiert ist. Wenn dann außerdem Leadership falsch interpretiert wurde und ausschließlich über den Verstand besetzt wird, können zukünftige Führungsaufgaben erst recht nicht mehr bewältigt werden: denn es braucht zunehmend Visionäre, Innovatoren und Zukunfts-Denker als Lenker und Leader.

Auch viele Unternehmensberatungen werden daher in ihrer rein strategisch ausgerichteten Beratungsweise den Anforderungen im Zeitalter Industrie 4.0 nicht mehr gerecht werden können. Denn schneller und höchst-effizient ist das adaptiv-Unbewusste, und durch diese Reihenfolge wird sehr viel effizienter erst nachträglich der Verstand und damit die Strategie eingesetzt. Deshalb geht mein Ansatz auch in eine vollkommen andere Richtung: die Mitarbeiter auf Innovationsdenken, Flexibilität und Geschwindigkeit (IFG) hin zu trainineren, um beispielsweise einen eigenen Corporate Think Tank oder Ähnliches zu bilden, um dann die Innovation AUS DEM UNTERNEHMEN heraus zu bilden und schnell adaptiv-situativ auch Geschäftsmodelle, Produkte, Dienstleistungen, Work Flows oder was auch immer Anpassungsbedarf hat, anzupassen. Das heißt also, vernetzes Denken (also adaptiv-Unbewusstes mit Logik und anderen Bereichen unseres Gehirnes) zu trainieren ist die Grundlage zukünftiger nachhaltiger Weiterbildungsmaßnahmen von Mitarbeitern. 

Und der Verstand ist notwendig, um Dinge und Situationen zu analysieren, um zu rechnen, langfristig zu planen oder sicherzustellen, dass in manchen Bereichen Strategien erstellt werden. Auch ist er notwendig, um technische Errungenschaften weiterzuentwickeln, die allesamt auch der Innovation unterliegen. Unser Selbst jedoch ist unser Unbewusstes und deshalb sind wir Menschen auch einzigartig. Weil jeder Mensch ein eigenes Unbewusstes und ein eigenes Selbst hat. Aus unserem Unbewussten entstehen auch unsere Absichten, unsere Ziele für unser Leben, unsere Visionen. Absichten oder Intentionen sind deshalb wichtig, weil sie bestimmte Momente des Lebens verknüpfen und Handlungen des Jetzt mit Handlungen des unmittelbar nächsten Moments verbinden.

Also aus einer Kurzfristigkeit (JETZT) in eine Langfristigkeit(ZUKUNFT) münden. Intentionen sind somit eine fortgeschrittene Impulssteuerung und sind wichtig gegen vorschnelle Reaktionen. Das Entwickeln von Intention/Ziel/Vision kann aber nur aus unserem Selbst entstehen. Das heißt im Umkehrschluss, Leadership rein auf Vernunftebene basierend ohne Ausschöpfen des Adaptiv-Unbewussten, ist dann ausschließlich Management und es fehlen Vision und Innovation. Und genau deshalb setzt echtes Leadership NICHT ausschließlich im Management an, denn Management und Strategie sind nur dem sogenannten ‚kalten System‘, dem Verstand, zugeordnet.

Deshalb ist Leadership aus einem integrationsstarken Selbst Führungsstärke, die weder aufoktroyiert, also von außen aufgestülpt, noch nachgeeifert oder kopiert werden kann. Aus diesem Prozess, aus dem Prozess des Adaptiv Unbewussten heraus entsteht dann auch Innovation. Es ist die Verbindung von Intention mit antizipiertem Denken, also Zukunfts-Denken und vorausschauendes Nach-Vorne-Blicken. Ich sage da gerne immer, weil ich Fußballfan bin und Mutter zweier erwachsener Fußballspieler – Futurethinking ist wie Fußball: Du überlegst, wo Dein Ball logischerweise landen musst. Und das überlegen heißt hier: zunächst adaptiv-situativ, dann die Logik.

Um es ins Fußballerische bildhaft zu übertragen: kein Fußballspieler dieser Welt nutzt zuerst seinen Verstand – ohne adaptiv-Unbewusstes kann der gar kein Tor schießen.Wer so sein Selbst also “angefeuert“ hat, wird automatisch zu den entsprechenden kognitiven Steuerungselementen geführt. Es sind diese vermeintlichen“ Zufälle“ des Lebens, die dann erscheinen, die aber letztendlich nichts anderes sind als das Erkennen der zu einem passenden Informationen im Außen.

Auch das entsteht in einer Leadership-Qualität, die die Zukunft und Innovation des Unternehmens im Auge haben will. Und genau diese Zukunfts-Qualität braucht es, wenn Unternehmen überleben und den Herausforderungen im Zeitalter digitaler Transformation bestehen wollen. Denn viele haben die Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen durch die Künstliche Intelligenz noch nicht erkannt: hier werden viele bisherige Berufe, die rein analytisch-logisch sind, also auf den Verstand beruhen, ersetzt.

Was bleibt und zunehmend erforderlich wird, jedoch sind Kreativität und Innovations’denken‘, weil das noch nicht durch Künstliche Intelligenz (AI) geleistet werden kann.

Kreativität & Innovation in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz wird die Schlagkraft zukünftiger Unternehmens-Stärke und entsprechend Wachstum ausmachen.Denn das ist Zukunftsdenken und somit auch Leadership im eigentlichen Sinne. Neuschöpfung (Re-Creation) und Innovation entstehen in einem achtsamen Moment. Fast spielerisch. Erholung (Re-Creation) entsteht nicht durch Funktionieren & Technik. Erholung entsteht durch Spiel, Humor, kreatives Sein. Dies alles entsteht in unserer rechten Hirnhälfte.

Durch Pausen machen, Smart Work statt Hard Work, Zustand von Präsenz, Nicht-Urteilen(Fokusblick ist Enge).

So entsteht Neuschöpfung. Neuschöpfung ist Innovation. Und Innovation ist Evolution.Und dies als Leader zu wissen, zu kennen und zu berücksichtigen als Rahmenbedingungen für New Work wird den Leader und somit Wachstum 4.0 ausmachen.

Wer also den Herausforderungen dieser Zeit, sei es in der Wirtschaft oder in der Politik, gewachsen sein möchte, benötigt Zugang zum Selbst und erhält dadurch Leadership-Qualität der Zukunft als Leadership 4.0:

  1. Innovationsdenken
  2. kreative Ideen
  3. Empathie und soziales Handeln
  4. höchste Konzentration
  5. Effizienz im Gehirn
  6. die richtigen Entscheidungen
  7. Klarheit und Wesentlichkeit
  8. Wohlbefinden und Flow
  9. Integration von Körper Geist Seele

Es gäbe sicherlich vieles noch an zusätzlichen Qualitäten hinzuzufügen. Aber die kann man sich dann einfach auch entwickeln. So wie jeder Mensch einzigartig ist, so kann jeder Mensch authentisch und einzigartig die eigene Leadership-Qualität entwickeln. Am besten aus dem adaptiv-Unbewussten, da dies effizienter und innovativer ist.Wir schaffen es in Deutschland, wenn Umdenken erfolgt, und wir den Innovations-Vorsprung und Reformbedarf, den es braucht, auch schaffen – denn ohne Vision und Innovation in geistiger, nicht nur technisch-linear ausgerichteten Leadership-Qualität, wird es nicht mehr funktionieren.

(Dieser Artikel wurde in ähnlicher Form erstmalig veröffentlicht 2016 bei Huffington Post und 2017 bei Linkedin)

Idea Papers, Sabine Hauswirth Unternehmensberatung Rosenheim, Geschäftsmodelle

Wo entsteht Innovation im Menschen?

Woher kommt eigentlich die Innovation?

Wir sprechen von Innovation, wissen aber meistens gar nicht, wie sie in uns Menschen entsteht und wie sie funktioniert. In diesem Beitrag soll aufgezeigt werden, wie Innovation in uns Menschen entstehen kann.

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Krisen wie Corona-Virus-Krise lösen Problemstellungen mit komplexer Herausforderung aus. Deshalb werden zunehmend holistische und generalistische Lösungsansätze benötigt, die neben analytischen Problemlösungen Themen wie Motivation, Veränderungs-Prozesse sowie Zielerreichung kennen. Doch nie war das Thema Innovation so erforderlich wie jetzt.

Denn in Zukunft geht es immer mehr darum, was nicht mehr funktioniert und was nun anders oder neu gemacht werden muss. Dazu benötigen wir zunehmend die Identifizierung von Zielen, weil Komplexität insbesondere mehrfache Ziel-Identifizierungen auslösen kann. Dementsprechend benötigen wir das Wissen, wie Ziele entstehen und erreicht werden. Darüber hinaus müssen wir die Struktur-Abfolge wissen, wie und wo die Innovation entsteht, um innovative Prozesse auch anstoßen zu können. Dies bedeutet auch, die Rahmenbedingungen dafür zu kennen. Eines ist sicher: weder im Dauer-Stress noch unter generellem Ziel-Druck entstehen Innovation und Einfallsreichtum. Dabei stoßen wir immer wieder auf eine Thematik, die mit der Kognition, also unserem Verstand nicht lösbar ist: sie entstehen in unserem Unbewussten, und nicht in unserem Verstand. Aus dem ‚Marshmallowtest‘ Walter Mischels sowie aus ‚Kluge Entscheidungen‘ von Storch/Krause heraus habe ich vor ein paar Jahren folgende Grafik gestaltet. Das Interessante ist – hier entsteht auch die Innovation und Veränderung.

Kurz gefasst: In unserem Unbewussten System, auch heißes System genannt, entstehen nicht nur Innovation, sondern Vision, Kreativität und Muse. Hier ist auch Leadership verwurzelt. Im Gegensatz zu vielen fälschlichen Meinungen entstehen Innovation und Leadership nicht im nachgeordneten System, unserem Verstand, auch kaltes System genannt.

 

Sehr viel detaillierter will ich darstellen, wie die Zusammenhänge durch die Funktionsweise unseres Gehirns bestehen. Zunächst beginne ich, wie Lernen und regelmäßiges Training abläuft und somit neuronale Netze entstehen und warum vernetztes Lernen und Be-Greifen auch so wichtig für Innovation und Zukunftsdenken ist. Vernetztes und vielfältiges Tun, idealerweise gepaart mit Kreativität, beeinflussen sogenanntes laterales Denken, das die Leitgeschwindigkeit im Gehirn und somit schnellere Reaktionsfähigkeit und Einfallsreichtum erzeugt.

Das Wissen darum hat mein Satellite-Core-Modell mit dem 1+4=ONE – Training für Innovation beeinflusst, verbunden mit meiner eigenen gemachten Erfahrung vor ein paar Jahren, schnell und flexibel ein Geschäftsmodell ‚On-the-Go‘ entwickeln zu müssen. Die Entwicklungs-Zeit hat dann so lange gedauert, wie es gedauert hat und somit dem Prinzip von Entwicklung und Lernen gefolgt ist – alle meine Satelliten entsprechen jahrelanger Übung und Training.

Zu den einzelnen Eckpunkten, wie holistisches Lernen, Innovation und Zukunftsdenken zusammenhängen.

  • neuronale Netze

Unser Gehirn besteht aus der Verbindung von Nervenzellen zu sogenannten neuronalen Netzen. Man muss sich das so vorstellen, dass wir, wenn wir einzelne Tennisbälle ( hier als Nervenzelle bildlich vorgestellt) mit Seilen miteinander verbinden und weitere Tennisbälle als Querverbindungen verknüpfen, entstehen sogenannte neuronale Netze. Die Informationen zwischen einzelnen Nervenzellen wird über Synapsen übertragen. Die Verbindungen (Seile) werden umso stärker, je häufiger sie benutzt werden. Diese neuronalen Netze sind veränderbar, man nennt dies auch neuronale Plastizität. Man weiß schon seit langem, dass diese Verbindungen gestärkt werden durch Lernen, aber auch durch Achtsamkeit. Man weiß zwischenzeitlich auch, dass Lernen nicht nur über den Verstand geschieht. Außerdem weiß man heutzutage, dass die neuronalen Netze mit unseren unterschiedlichen“ Zuständigkeiten“ = Systemen in unserem Gehirn verbunden sind. Sie speichern unterschiedliche Komponenten von Erfahrungen und sind deshalb auch mit verschiedenen Inhalten gefüllt. Wenn wir uns das Schaubild der Ziel- und Visions-Pyramide oben anschauen, werden diese unterschiedlichen Systeme kurz veranschaulicht: es gibt das sogenannte Adaptiv Unbewusste, das unserer sinnlichen Wahrnehmung und Sinneserfahrung sowie Erinnerungen entspricht. Grob ausgedrückt können wir auch Rechte Hirnhälfte dazu sagen, wobei dies tatsächlich nur ein grobes Schema darstellt. Aber darunter kennen wir meistens die Vorstellung, die diesem Gehirnbereich zugeordnet ist. Das System ist unser Verstand, landläufig auch als Linke Hirnhälfte bezeichnet. Der Verstand befasst sich mit der Bedeutung, die sich aus der Wahrnehmung ableiten lässt. Der Verstand also studiert die Wahrnehmung, die über das adaptiv unbewusste gefühlt wurde. Auch deshalb ist es Sinn machend, mit Gefühlsmarkern zu arbeiten, um Zielerreichung und Motivation besser zu verstärken.

  • Verbindung

Wenn wir also Lernen in Verbindung bringen mit zwei verschiedenen Systemen, also dem Adaptiv Unbewussten und dem Verstand, und wenn wir zusätzlich die Erkenntnis haben, dass sich unser Gehirn jederzeit ändern kann durch Lernen und/oder Achtsamkeit, dann gilt dies umgekehrt auch, wenn es um das Thema Nicht-Lernen geht. Wenn wir also Lernen durch Fühlen (Adaptiv Unbewusstes) und Lernen durch Wissensvermittlung (Kognition, Verstand), dann stärken sich offensichtlich unsere neuronalen Netze. Dadurch stärken sich unsere Verbindungen im Gehirn. Beim Nicht-Lernen würde das dann also umgekehrt funktionieren: wir verlernen das Fühlen, das Begreifen, das Spüren (adaptiv unbewusstes) und wir verlernen das kognitive Lernen (Verstand). Dieses Nicht-Lernen umgibt einen ja regelmäßig und ist für viele Alltag, ohne dass es ihnen bewusst ist: Nicht-Lernen wird immer mehr gefördert durch Konsum von digitalen Medien oder zumindest dem falschen Umgang damit, sowie von kompensatorischen Handlungen in Form von Dauer-Konsum (Einkaufen, stoffgebundenen Süchten und sonstigen „Tätigkeiten“, die mit eigentlichem Tun in Form von Lernen nichts zu tun haben.) Die Do-it-Yourself-Bewegung ist daher eine deutliche Gegenbewegung, das Urban Gardening, die Upcycling-Szene und viele andere Bewegungen sind der Gegentrend und ein Trend hin zum echten Tun, und daher auch zum Lernen im Sinne der Gehirnforschung, die insbesondere auch die rechte Gehirnhälfte einbezieht (Fühlen, Be-Greifen, Hand als Werkzeuge dafür).

  • Bewegung, Kreativität und Be- greifen

Wenn wir also davon ausgehen, dass über unsere Rechte Hirnhälfte auch Lernen geschieht, ist es hilfreich, mehr darüber zu erfahren. Wir wissen aus der Hirnforschung, dass körperliche Aktivität im Hippocampus (Teil unseres Gehirns) zur Neubildung von Nervenzellen führt. Mit den Neuronen werden neue Gedächtnisinhalte gespeichert. Bewegung ist daher ein zusätzlicher wichtiger Bestandteil zur Bildung von Gedächtnis und Steigerung von Gehirnleistung. Das Interessante dabei ist, dass aus beanspruchte Muskulatur sogar bestimmte Proteine ins Gehirn wandern, die Nervenzellen stärken und den Geist schneller arbeiten lassen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Bewegung (Kinetik) tatsächlich unseren Grips wachsen lässt. Wenn wir also regelmäßig trainieren, wird nicht nur unsere Muskulatur vergrößert, sondern auch des Volumen einiger Gehirnareale. Nicht nur Proteine, sondern auch die Menge der Neurotransmitter wie beispielsweise Serotonin steigen an. Bewegung und Sport ermöglichen außerdem erholsame Denkpausen, also Erfrischung des in unserer Gesellschaft ständig eingesetzten Verstandes. Dadurch dass Sport die elektrische Aktivität in einem Teil der Hirnrinde, dem sogenannten präfrontalen Kortex verringert, ist die anschließende Aufnahmefähigkeit des Gehirns größer als zuvor.

Auch der Tastsinn, also wenn wir etwas anfassen = be-greifen, liefert uns die ersten Sinneseindrücke bereits lange vor der Geburt. Und durch unser Sinnesorgan Haut, unserem größten Sinnesorgan, werden unzählige Rezeptoren zugeordnet, die in den Kortex (die äußere Schicht des Großhirns, das reich an Neuronen ist), gelangen. Auch durch Tasten und Be-Greifen lernen wir. Was für viele von uns gar nicht mehr fassbar ist, ist Berührung. Über den Tastsinn werden tatsächlich viele verschiedene Wahrnehmungen wie Druck, Schmerz oder Vibrationsempfinden umfasst. Viele Forscher sprechen deshalb von einem ganzen Tastsinnessystem. Grob erklärt handelt es sich bei dem Tastsinn um das Abliefern von Sinneseindrücken über unsere Haut an das Gehirn und die dort anschließende Empfindung und Bewertung. Es kommt also auf die Art der Berührung darauf an, wie unterschiedliche Rezeptoren aktiviert werden, und von dort dann weitergeleitet werden an das Rückenmark. Das Interessante ist, dass sich über verschiedene Bahnen des sogenannten verlängerten Rückenmarks sich die Leitungen der linken und rechten Körperhälfte daraufhin kreuzen. Und dann anschließend gelangen über eine weitere Verschaltung Signale in den Kortex. Und von dort werden über verschiedene Areale die Information und der Emotionsgehalt der Berührung, die ursprünglich von der Haut als Signal gesandt wurde, bewertet als Empfindung. Diese Art von Lernen ist notwendig, wenn es um unser Adaptiv Unbewusstes geht und wenn es um das Verändern und Verstärken unserer neuronalen Netzwerke geht. Wir lernen also ganzheitlich, wenn wir nicht nur stupide (Verstandes-)Inhalte auswendig lernen, sondern auch begreifbare und körper-wahrnehmbare Inhalte aufnehmen. Dieses Lernen über den Körper ist in der heutigen Zeit nicht nur wichtig, um ein gesundes Körper-Selbstbild zu entwickeln, wie es zum Beispiel vielen Frauen mit Essstörungen fehlt, sondern taktile Erfahrungen sind nachweislich zur körperlichen und sozialen Entwicklung überlebenswichtig. Sie wirken sich nicht nur auf den Pegel des Stresshormons Cortisol aus, sondern dienen auch dem Kontakt und der Bindung zwischen Menschen. Das alles ist ja eigentlich nicht neu. Das wussten schon die Griechen der Antike, das entwickelten viele kluge Leute wie Pestalozzi und Montessori als Lernsysteme für Schulen. Aber beachtet wurde es bisher in unserem vor allem linkshirnhälftigen Bildungssystem nicht wirklich. Das sollte sich aber ändern, wollen wir den Herausforderungen unserer Zeit wirklich begegnen: wo immer mehr Innovation, Flexibilität und Selbst-Motivation benötigt wird und mit dem Wissen, dass die Kraft aus dem SELBST aus dem Adaptiv Unbewussten generiert wird, dann können wir uns wirklich nicht mehr leisten, uns auf das rein kognitive System zu beschränken. Viele Schulversager würde es einfach nicht mehr geben und viele bislang unbeachtete Talente auch aus den immer wieder milde belächelten, sogenannten „bildungsfernen Familien“ (was ich als überheblich und insbesondere kurzsichtig empfinde), würden endlich hervorgehen können.

Denn, wie sagte bereits Albert Einstein: „Als das eigentlich Wertvolle im menschlichen Getriebe empfinde ich nicht den Staat, sondern das schöpferische und fühlende Individuum, die Persönlichkeit: sie allein schafft das Edle und Sublime.“

  • Konsumgesellschaft versus Gehirnbildung

Die zunehmende Konsumgesellschaft hat zu einem großen Teil dazu geführt, dass tatsächlich mehr konsumiert wird, und weniger selbst getan wird. Ich werde hier keinen größeren Exkurs in die Folgen von Dauerkonsum einleiten, aber ich werde doch ein paar wenige Stichworte liefern, die zu belegen versuchen, warum ein Umdenken und ein Paradigmenwechsel beim Lernen stattfinden muss. Schon die kleinen Kinder wachsen heutzutage auf mit digitalen Medien. Eigene Erfahrungen „in Echtzeit“ werden oft durch „overprotecting parents“ (überbeschützende Eltern) erst gar nicht möglich gemacht. Laufen, hinfallen, aufstehen, laufen, hinfallen, aufstehen, neu beginnen, weinen, lachen, hochklettern, runterklettern, hinfallen, wieder aufstehen – bereits diese scheinbar belanglosen Tätigkeiten wollen trainiert und routiniert selbstständig erarbeitet werden. Und je nach Altersstufe sanft unterstützt und gefördert werden. Dieses kleine Beispiel ist ein Beispiel für“ es versuchen, probieren, aus Fehlern lernen = mit Scheitern und Frustration umgehen lernen“. Wer anstatt dessen ständig fernschaut, ständig Computerspiele (zumindest unsinnige Spiele) spielt, womöglich keinen Sport betreibt und keinerlei kreativen und taktilen Erfahrungen macht, wird abgestumpft zu einem“ Konsum-Menschen“ mutieren. Die Auswirkungen auf unser Gehirn sind heutzutage klar belegbar und nachweisbar. Gedächtnis, Konzentration, Motivation, Autonomie und Bindungsfähigkeit sind nur eine der möglichen Bereiche, die dann nachlassen.

  • Achtsames Gehirn

Die gute Nachricht ist, dass unser Gehirn einer sogenannten neuronalen Plastizität unterliegt. Die Neuronen können zu neuronalen Netzwerken, und die neuronalen Netzwerke können verstärkt werden so wie sie um Umkehrschluss auch geschwächt werden können. Geschwächt werden können diese neuronalen Netzwerke auch durch Traumata oder sonstige Einflüsse. Aber auch dies kann nachweislich verändert werden, aber eben durch Training und kontinuierliche Integration in den Alltag.

Ganzheitliches Lernen in Form von Bewegung, Kreativität und Wissensvermittlung bringt also Stärkung unserer neuronalen Netzwerke. Der Neuropsychiater Hans-Georg Kuhn von der Universität Göteborg hat beispielsweise ausgewertet, dass vor allem das Ausdauervermögen im Alter von 18 Jahren die geistige Performance für den Rest des Lebens beeinflusst. Im Umkehrschluss kann man also davon ausgehen, dass die heute 18-jährigen, die völlig ohne Bewegung und Sport leben, ihre geistige Performance nachhaltig negativ beeinträchtigen. Unser Bildungssystem in Deutschland hat sich schon seit langem vom ganzheitlichen Lernen verabschiedet. Zukünftig wird dies, davon gehe ich aus, von Ausbildungsstätten und Unternehmen aufgefangen werden müssen. Wer gesunde und fitte Mitarbeiter haben möchte, wird nicht umhin können, sich Teilen dieses ganzheitlichen Lernens widmen zu müssen.

Viele unterschiedliche Hirnforscher und Psychologen haben darüber geschrieben, wie es zu Wohlbefinden und zu Bewältigung von Stress kommen kann. Hierzu gibt es unterschiedlichste Ausführungen in vielen unterschiedlichen Studien und Büchern. Allen Studien gemeinsam ist das Fazit, dass die Aktivierung und Verbindung der rechten Gehirnhälfte mit der linken Gehirnhälfte Wohlbefinden, gerne auch als Flow bezeichnet, bringt.

Die Wege dorthin sind unterschiedlich beschrieben worden und können auch auf unterschiedlichen Wegen erreicht werden. Mich besonders überzeugt haben die Ergebnisse des Gehirnforschers Antonio Damasio (Abhandlungen: z.B. „Descartes’ Irrtum“, „Ich fühle, also bin ich“) und der Psychologin und Pädagogin Maja Storch (Bücher: z.B. „Die Mañana-Kompetenz: Entspannung als Schlüssel zum Erfolg“, „Das Geheimnis kluger Entscheidungen: Von somatischen Markern, Bauchgefühl und Überzeugungskraft“). Dabei wird angesetzt über die sogenannten somatischen Marker, die unser Adaptiv Unbewusstes (rechte Gehirnhälfte) immer ansprechen. Wir haben dort verankert das Erfahrungsgedächtnis sowie unserer Lust- und Triebzentrum. Unser Glücksempfinden findet in diesem Lust- und Triebzentrum, dem nucleus accumbens, statt. Hier funktioniert auch unsere Verhaltenssteuerung und unsere Motivation. Hier wird Dopamin erzeugt wenn Spaß in den Dingen steckt, die getan oder gelernt werden sollen. Erst dann wird mit Glücksgefühl oder Flow gelernt. Hier findet auch bei Reizüberflutung IMMER eine Filterung statt: die „gefällt“ / „gefällt nicht“- Selektion. Wenn also eine Situation von ihr ausgewertet wird in „gefällt“ / „gefällt nicht“, und im Anschluss an die Selektion das Ergebnis“ besser als erwartet“ oben oder“ besser als gedacht“ herauskommt wird eine positive Emotion erzeugt die wiederum ein Glücksgefühl mit sich bringt und dann wurde positiv gelernt. Dieses Zentrum geht immer einher mit unserem Erfahrungs-Gedächtnis, dass alle unsere Erfahrungen, auch transgenerationale Erfahrungen, abgespeichert hat.

Dieses Wissen ist wichtig für Zielerreichung oder das Erreichen einer Vision. Wer also ein Ziel erreichen will, wer höchst motiviert zu etwas kommen möchte, der sollte das Wissen um unser Lust- und Triebzentrum und unser Erfahrungs-Gedächtnis nutzen. Dieses läuft in der rechten Hirnhälfte, und in unserem Adaptiv Unbewussten, ab, der Verstand wird erst danach eingeschaltet. Dies kann erfasst werden durch Körperwahrnehmung, und die sogenannten somatischen Marker, entwickelt von Antonio Damasio. Indem wir spüren, abklopfen was wir uns vorgenommen haben durch zwei verschiedene Maßstäbe (PLUS 0-100, MINUS 0-100), können Zielerreichung und Motivation besser gelingen. Deshalb brauchen wir immer eine Antwort und Bewertung auf ein Plus- sowie ein Minus-Gefühl. Dies geschieht nicht mit dem Verstand. Dies geschieht definitiv nur dem Unbewussten. Unser Unbewusstes ist unser Selbst. Unser Unbewusstes liefert die Informationen, was uns als Mensch ausmacht, was uns einzigartig macht, was direkt mit uns zu tun hat. Dieses Unbewusste ist der Kern unseres Wesens, anstatt dem Aufgestülpten von Außen. Dieses macht uns authentisch, und dieses Unbewusste kann „erfahren“. Trainiert werden zuallererst stets die körperliche Wahrnehmung. Wir haben erfahren, dass Bewegung und Sport, aber auch kreatives Tun durch Begreifen und Spüren die hilfreich sind, unsere neuronalen Netzwerke zu stärken und auszubauen. Meditation und Achtsamkeitsübungen sind ebenso mögliche Praktiken, um Zugang zum Unbewussten und der Stärkung unserer neuronalen Netzwerke zu erhalten. Und damit Konzentration und geistige Performance zu erhöhen. Doch wie gelingt uns das? Das fördern wir durch Stille, durch Achtsamkeit, durch Ruhepausen, durch Abschalten von Smartphones und Co., durch einfaches So-Sein, durch Pausen in der Natur, oder durch bewusstes Abschalten beispielsweise in einer Schlange an der Kasse im Supermarkt. Dann erhalten wir den Zugang zu unseren Gefühlen, dadurch erhalten wir den echten Zugang zu unserem Innersten und damit zu dem, was uns wirklich antreibt und uns Spaß macht. Und dadurch, in Gedankenlücken, entsteht etwas, das Einfälle und sogenannte „Zufälle“ erzeugt. Hier entsteht dann auch der Einfall, die Idee, die Innovation.

Wie es nicht funktioniert: Dauerstress und Dauerbelastung sowie Dauer-Funktionieren (also nicht das zu tun, was einem wirklich entspricht) erhitzen unser limbisches System, das Teil der rechten Hirnhälfte ist. Dies wiederum führt dazu, dass der Zugang zu unserem adaptiv unbewussten erschwert ist und nachweislich führt Dauerstress dazu, dass dann auch unser kognitives System, also unser Verstand, außer Kraft gesetzt wird. Die Folgen sind mindestens Fehlerhäufigkeit, Unkonzentriertheit, aber auch Chaos und auch unsoziales Verhalten.

Wer also darauf achtet, sein Gehirn in Achtsamkeit zu trainieren, braucht Pausen, Entschleunigung, Potenzial-Entwicklung, und ein Heraustreten aus der hedonistischen Tretmühle. Was nichts anderes bedeutet, als ein Heraustreten aus einem “ immer höher und weiter“ und eines ständigen Verbessern und Optimieren des eigenen Lebensstandards durch Status & Co. Dieser Tretmühle nachzujagen bedeutet, diese auch bedienen zu müssen. Dies bedeutet auch, einen ständigen hohen Preis zahlen zu müssen: immer höhere Einkommen, immer mehr Konsum, immer mehr Ersatzbefriedigung anstatt eines Lebens, das wirklichen Flow bringt.

  • Innovation und Leadership

Wer den Zugang zu seinem Inneren erreicht hat, kann damit aus der Kraft der eigenen Stärke schöpfen. Die Kraft der eigenen Stärke erwächst ausschließlich aus dem Adaptiv Unbewussten. Sie erwächst nicht aus dem Verstand, weil der Verstand nachweislich begrenzt ist. Der Verstand ist das, was wir kognitiv erfasst und abgespeichert haben, der Verstand ist aber definitiv nicht unser Selbst. Er ist aber notwendig, um Dinge und Situationen zu analysieren, um zu rechnen, zu langfristig zu planen oder sicherzustellen, dass in manchen Bereichen Strategien erstellt werden. Auch ist er notwendig, um technische Errungenschaften weiterzuentwickeln, die allesamt auch der Innovation unterliegen. Unser Selbst jedoch ist unser Unbewusstes und deshalb sind wir Menschen auch einzigartig. Weil jeder Mensch ein eigenes Unbewusstes und ein eigenes Selbst hat. Aus unserem Unbewussten entstehen auch unsere Absichten, unsere Ziele für unser Leben, unsere Visionen. Absichten oder Intentionen sind deshalb wichtig, weil sie bestimmte Momente des Lebens verknüpfen und Handlungen des Jetzt mit Handlungen des unmittelbar nächsten Moments verbinden. Also aus einer Kurzfristigkeit(JETZT) in eine Langfristigkeit(ZUKUNFT) münden. Intentionen sind somit eine fortgeschrittene Impulssteuerung und sind wichtig gegen vorschnelle Reaktionen. Das Entwickeln von Intention/Ziel/Vision kann aber nur aus unserem Selbst entstehen. Es kann weder aufoktroyiert, also von außen auf gestülpt, werden noch kann es nachgeeifert oder kopiert werden. Aus diesem Prozess, aus dem Prozess des Adaptiv Unbewussten heraus entsteht Innovation. Es ist die Verbindung von Intention mit antizipiertem Denken. Wer so sein selbst“ angefeuert“ hat, wird automatisch zu den entsprechenden kognitiven Steuerungselementen geführt. Es sind diese vermeintlichen“ Zufälle“ des Lebens, die dann erscheinen, die aber letztendlich nichts anderes sind als das Erkennen der zu einem passenden Informationen im Außen.

Das ist Zukunftsdenken oder Innovationsdenken im eigentlichen Sinne. Neuschöpfung (Re-Creation) und Innovation entsteht in einem achtsamen Moment. Fast spielerisch. Erholung (Re-Creation) entsteht nicht durch Funktionieren & Technik. Erholung entsteht durch Spiel, Humor, kreatives Sein. Dies alles entsteht in unserer rechten Hirnhälfte. Durch Pausen machen, Smart Work statt Hard Work, Zustand von Präsenz, Nicht-Urteilen(Fokusblick ist Enge). So entsteht Neuschöpfung. Neuschöpfung ist Innovation. Und Innovation ist Evolution.

Wer also den Herausforderungen dieser Zeit, sei es in der Wirtschaft oder in der Politik, gewachsen sein möchte, benötigt Zugang zum Selbst und erhält dadurch

  1. Innovationsdenken / Change
  2. kreative Ideen
  3. Empathie und soziales Handeln
  4. höchste Konzentration
  5. Effizienz im Gehirn
  6. die richtigen Entscheidungen
  7. Klarheit und Wesentlichkeit
  8. Wohlbefinden und Flow
  9. Integration von Körper Geist Seele
  • Denken in Bildern

Unser Organ des Denkens ist das Gehirn. Selbst ein Bauchhirn scheinen wir zu haben. Aber in unserem Gehirn sitzen Verstand und Intuition zugleich.

Unser Denken funktioniert auf jeden Fall in Bildern. Wenn wir etwas wahrnehmen, stellen wir uns das automatisch und unbewusst als Bild vor. All diese Bilder werden auch abgespeichert. Der Mensch kann immer nur ein Bild nach dem anderen wahrnehmen, parallele Verarbeitung von Bildern gehen nicht. Unser Denken funktioniert durch Reaktion auf positive Bilder. Auf negative Befehle reagiert es nicht, zumindest nicht, um positiv zu lernen. Uns deshalb zu beeinflussen, sollten wir immer alles positiv formulieren, was wir erreichen wollen. Und das dann mit den sogenannten somatischen Markern in eine Plus- und in eine Minus-Skala einordnen. Da alle erlebten und empfundenen Bilder vom Menschen abgespeichert werden, insbesondere nicht mehr verändert werden können, brauchen wir ein Wissen darum, wie wir alte Bilder überlagern können. Fakt ist, dass jedes Bild (und der Mensch speichert ca. 9000 Bilder am Tag = Wahrnehmungen pro Tag in seinem Gehirn ab) von jedem neu hinzugekommenen Bild überlagert wird. Und je mehr neue Bilder folgen, umso tiefer versinken die älteren Bilder im Speicher des Unterbewusstseins. Die Signale dieses sogenannten Erfahrungsgedächtnisses können Sofort-Reaktionen sein wie auch langfristige Signale. Sofort-Reaktionen unseres Körpers durch sogenannte somatische Marker können sein Zittern, Erröten, Stottern, Herzrasen, Magenkrämpfe und vieles andere mehr. Langfristige Signale unseres Erfahrungsgedächtnisses können sein Schlaflosigkeit, Schwächezustand, Essstörungen, erhöhter Blutdruck, Gehörsturz, Burnout und vieles andere mehr. Da das Unbewusste den Menschen leitet und nicht der Verstand, ist es stärker als seine bewussten Entscheidungen. Auch deshalb kann sich der gesamte Speicher des Erfahrungsgedächtnisses zu einem grundlegenden Lebensgefühl verdichten.

Wer also Veränderungen herbeiführen will, braucht das Verständnis um die Sprache des Adaptiv Unbewussten. Egal ob privat oder in Unternehmen. Change ist immer ein Vorgang, der nur ganzheitlich funktionieren kann, wenn er WIRKLICH funktionieren soll.

Möglichkeiten, die Rahmenbedingungen für Innovation und Change im weitesten Sinne positiv zu unterstützen

  1. Bilder
  2. positiven Gefühlen (Humor) & Flow
  3. positive Sprache & Wort-Kreativität
  4. ein Bild nach dem anderen
  5. Natur und archetypische, archaische Symbolen (ältestes Erfahrungs- Gedächtnis)
  6. Kinetik/Bewegung zur Verstärkung/Verankerung der Bilder
  7. Motivation/ Glücksgefühl/Wohlbefinden
  8. Selbstbestimmung/Wahlfreiheit beim Tun – kein Funktionieren-Müssen im Hamsterrad
  9. ideal/optional: somatische Marker zur Bewertung (gefällt/gefällt nicht) (+ 0 – 100, 0-100)
  10. ideal/optional: Symbolen aus der Natur zur Verankerung im Unbewussten – als neue Bilder für unser adaptiv Unbewusstes & Erfahrungsgedächtnis
  11. Indizes unterschiedlicher Bereiche zum Ist-/Soll-Situations-Abgleich
  12. Checklisten und Handlungsanweisungen ausschließlich als zusätzliches, begrenztes Hilfsmittel (da rein kognitiv, und daher limitierte Möglichkeit bietend)
  13. Natur als Mittel zur Entschleunigung und Beruhigung unseres limbischen Systems
  14. kreativen Methoden zur Lösungsfindung und zur Unterstützung des Selbst
  15. Upcycling als Kreativitätsmethode für Ressourcenschonung und zukünftiges ökonomisches Prinzip von REDUKTION
  16. weitestgehender Berücksichtigung systemischer und transgenerationaler Zusammenhänge sowie Moralität, die aus Gruppen-Verhalten stammt (Frieden, Versöhnung, Teamgeist als Antrieb)
  17. Mut zu Innovation, Authentizität, Querdenken
  18. strategische Planungshilfen: Strategie, Plan folgt auf Visions-Arbeit/adaptiv-Unbewusstes, (z.B. mit konkreten Wenn-Dann-Plänen (Gollwitzer & Oettingen, ZRM-Training Krause/Storch, Satellite-Core-Strategie Hauswirth)

Für komplexe Themen, die auch zukünftige Innovation beinhaltet, benötigt es einen reduktiven Ansatz. Ich nenne das auch „Reduktionsintelligenz“, einer neuen Form von Intelligenz, die wir zukünftig verstärkt brauchen: in kürzester Form komplexe Inhalte schnell übermitteln bzw. erfassen können. Je vernetzter wir unser Gehirn trainiert haben, das heißt linke mit rechter Hirnhälfte verbinden, umso besser reagieren wir prägnant, und umso besser fallen uns Ideen ein und umso besser können wir uns fokussieren.

Fazit:

Wenn wir also zukünftig immer häufiger in Change-Prozessen uns befinden und wenn wir immer häufiger innovative Prozesse oder Einfallsreichtum benötigen und dies dann auch noch schnell umgesetzt werden soll – dann benötigen wir zuvor die entsprechende Zeit für Entwicklung und die Rahmenbedingungen für Innovation. Fakt ist, dass mit den bisher gemachten Prozessen von Oberflächlichkeit, dem Schneller-Höher-Weiter ohne Pausen, Re-Creation und Achtsamkeit keine wirklichen Change- oder Innovations-Prozesse gelingen werden. Weil wir als Menschen so nicht funktionieren. Ohne REDUKTION in allen Bereichen werden wir lediglich ein Weiter-So betreiben, dem Tiefgrund und Entwicklung aus dem Weg gehen und damit kein DESIGN OF CHANGE betreiben können. Denn zukünftiges Wachstum wird mit dem wert-geschätzten Menschen im Mittelpunkt geschehen. Ein wert-geschätzter Mitarbeiter wird in seinem Mensch-Sein berücksichtigt. Dann bringt er alle Möglichkeiten mit, sein Potenzial und damit seine Innovationskraft zu entwickeln

Quellen:

[1] Maja Storch, Benita Cantieni, Gerald Hüther, Wolfgang Tschacher (2006): Embodiment: Die Wechselwirkung von Körper und Psyche verstehen und nutzen. Bern: Huber; DER SPIEGEL „Schlaulaufen“, Nr. 32/1. August 2015; GEHIRN UND GEIST, Infografik „Von der Berührung zur Empfindung“, Nr. 9/2015; LIFE KINETIK, „Gehirntraining durch Bewegung“, Horst Lutz, 2010, München: BLV; „Der Mensch, der Bonobo und die zehn Gebote-Moral ist älter als Religion“, Frans de Waal, 2015, Stuttgart: Klett-Cotta; „Gedanken lesen – Erkennen, was andere denken und fühlen“, Michael Moskowitz, 2008, München und Zürich: Pendo; „Das achtsame Gehirn“, Daniel J. Siegel, 2010, Freiamt im Schwarzwald: Arbor; „Das Satellite-Core-Modell“, Entwurf eines Geschäftsmodells, Sabine Hauswirth, 2015, München: Sabine Hauswirth, „Von der Vision zur Geschäftsidee“, Sabine Hauswirth; „Zukunft gestalten“, Sabine Hauswirth Vortrag

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Alltagstauglich Kreativität trainieren

(Dieser Artikel wurde erstmalig als „Alltagstauglich Kreativität trainieren“, am 5.2.2018 im früheren Sabine-Hauswirth-Blog veröffentlicht)

Ressourcen zu nutzen, kann ganz unterschiedlich angegangen werden. Upcycling ist eine ganzheitliche Herangehensweise an Ressourcen-Nutzung und für Reduktion. Daher kann es auch als Training angewandt werden.  Hier geht es jetzt aber um eine weitere meiner Kreativitäts-Techniken für den Alltag – die jeder und jede tagtäglich üben kann.

Heute möchte ich eine Kreativitätstechnik vorstellen, die ich aus meiner Upcycling-Erfahrung meiner Jugend (damals gab es diesen Begriff noch nicht) bis heute übernommen habe – man kann einen einfachen Transfer dieser Methode in Flexibilitäts- und Innovations-Training vornehmen. Das eigentliche Upcycling selbst mache ich heute nur noch selten, da ich keine Zeit mehr dafür habe, diesen Bereich auszubauen. Doch die Erfahrung damit hat mir gezeigt, dass damit auch Einfallsreichtum und Veränderung trainiert werden kann, übertragen auf andere Bereiche im Leben oder Unternehmen. Ressourcen wie Zeit, Material, Energie, Gesundheit, Soziale Medien und vieles anderes mehr, das man darunter definieren kann, können mit Upcycling als Reduktions-Strategie geschont werden.

Ich nutze daher Upcycling weiterhin als Innovations- und Veränderungs-Methode sowie als Methode im Umgang mit komplexen Themen: zu betrachten und zu analysieren, was vorhanden ist, und das Sinnvolle und Erhaltenswerte auch wertschätzend zu bewahren und damit im eigentlichen Sinne auch konservativ zu sein – zu verbinden mit der Neuerung oder Innovation, also dem Bestehenden etwas Aufpeppendes hinzuzufügen. Das verstehe ich unter Innovation mit Gefühl und Sinn. Ich nenne es als Methode auch Upcycling Design Sensing (Sense = engl. für Sinn, aber auch unsere Sinne wie Riechen, Fühlen, Tasten usw., oder Gefühl), also die Weiterentwicklung der Innovations-Methode des Design Thinking.

Upcycling kann weitergehend auch angewandt werden im Risikomanagement: wenn wir bestehende Methoden, Produkte oder Systeme dauerhaft bestehen lassen wollen, benötigen wir neben den üblichen Innovations- und Veränderungsprozessen auch ein entsprechendes dauerndes Risikomanagement, das Bestehendes hinterfragt, jedoch mit Wertschätzung begegnet, um dabei Neuerungen einzuführen, weil sich Rahmenbedingungen geändert haben.

Als eines von vielen Beispielen für Ressourcenschonung im übertragenen Sinn kann ich mein Zweitstudium zur Betriebswirtin für betriebliche Altersvorsorge anführen: hier wurden mir einmal mehr die Zusammenhänge bewusst, wie sehr Risikomanagement mit Ressourcenschonung (in dem Fall Haftungsrisiken für Berater und Unternehmen) zusammenhängen. Das Risikomanagement in diesem Fall war, sich den Beratungsbereich als Einzelberaterin einfach nicht anzutun, es aber anzuwenden für andere Bereiche. So entstanden dann Modelle, die zunächst nichts mit der gängigen Altersvorsorge zu tun hatten, die für mich aber angesichts einer demographischen Entwicklung der Überalterung die generelle Überholung des Rentensystems als Risiko einbezog. So entstand auch mein Lifelong Work Konzept, das Arbeit, Einkommen, Geschäftsmodelle sowie Rente in einen anderen Kontext bringt – also Upcycling im eigentlichen Sinne und damit Aufwertung von Bestehendem.

Die Dinge immer gänzlich neu zu erfinden, halte ich für unnötig: es gibt genügend Gutes, das durch entsprechende Innovation wieder den neuen Rahmenbedingungen  entsprechend angepasst werden kann. Solche Modelle dienen daher der Änderung von Denk-Richtungen und überholten Konzepten. Durch Innovation mit Gefühl berücksichtigen sie dabei den Menschen, der generell Veränderungen gegenüber eher skeptisch gegenübersteht: deshalb ist in einer Zeit ständiger und schnellerer Veränderungen das Gefühl, das in alle Veränderungsprozesse einbezogen wird, wichtig, weil ansonsten Ängste und Panik immer mehr um sich greifen, was in den meisten Fällen durch Umsichtigkeit jedoch vermieden werden könnte. Sich in Kreativität und Reduktion alltagstauglich zu trainieren, ist daher ein erster Ansatz, Veränderung gegenüber besser zu begegnen. Innovations- und Veränderungsprozesse sowie Risikomanagement einzuführen, ist nochmals etwas vollkommen Anderes.

Doch zunächst einmal eine Definition, was unter Upcycling verstanden wird – hier eine Zitierung aus dem „Lexikon der Nachhaltigkeit“:
‚Upcycling ist eine Form der Wiederverwertung von Stoffen (Recycling). Scheinbar nutzlose Abfallprodukte werden mithilfe des Upcyclings in neuwertige Stoffe umgewandelt. Anders als beim Recycling oder Downcycling kommt es beim Upcycling zu einer stofflichen Aufwertung. Der Prozess der Wiederverwertung von vorhandenem Material reduziert den Bedarf an neu produzierten Rohmaterialien und wirkt sich somit schonend auf Ressourcen aus. Upcycling kann als Kontrapunkt zur weltweiten Wegwerfmentalität verstanden werden. Allein in Europa werden jährlich 50 Millionen Tonnen Textilien achtlos weggeworfen. Nur 75 Prozent davon landen auf einer Mülldeponie. Hiervon werden lediglich 25 Prozent recycelt. ‚ Upcycling wird mittlerweile auch in der Möbelindustrie als Verfahren verwendet. Ich gehe soweit zu sagen, dass es auch zunehmend im Bau-Bereich verwendet und zunehmen wird.

Meine Übungs-Aufgabe habe ich deshalb mit einem alten Gebäude erstellt. Die Übung dient der Veranschaulichung, wie und warum Upcycling als Methode für Flexibilität und Innovations-Denken alltagstauglich verwendet werden kann.

Was für die Übung erforderlich ist:

  1. die entsprechende Offenheit für Selbst-Training
  2. Smartphone mit integrierter Kamera oder Fotoapparat/Kamera
  3. unterschiedliche Dinge in der Umgebung, die alt sind (z.B. Jeans, Schrank, Geschirr, Lampe, Kuchenblech oder xyz)

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  1. alte Gegenstände oder Objekte findet man überall, sowohl zuhause als auch im Unternehmen,
  2. regelmäßige Übung bringt Flexibilität auch in anderen Bereichen: Veränderungen, die von Außen kommen, können damit auch schon in einer gewissen Automatisierung, angegangen werden – und Widerstand entsteht schon gar nicht so leicht oder wird weniger aufgebaut, weil man die Systematik von Veränderung bereits positiv mit AUFWERTUNG verinnerlicht und eintrainiert hat,
  3. regelmäßig Übung bringt auch mehr Bewusstsein gegenüber der Weg-Werf-Mentalität in unserer Gesellschaft – und dient insoweit nicht nur dem Geldbeutel, sondern insgesamt auch der Ressourcen-Schonung und somit einem Beitrag in Zeiten von Klima-Wandel,
  4. Gegenüber Altem entwickelt man zunehmend auch ein Bewusstsein – bei gleichzeitiger Entwicklung von Einfallsreichtum kommen dann auch mehr Ideen, wie Aufwertung manchmal auch ganz leicht geschehen kann,
  5. wer diese Kreativitäts-Technik auch praktisch umsetzt und zum Denk-Training hinzugibt, hat einen weiteren Vorteil: Vielfältiges Tun, also nicht nur Denk-Arbeit, sondern beispielsweise praktisches Arbeiten erhöht die Neurogenese, also die neuronale Plastizität unseres Gehirns und erleichtert auch dadurch bessere Vernetzung und damit Veränderungsbereitschaft. Denn Veränderungsbereitschaft beginnt zuallererst im Gehirn.
  6. Eine Haltungs-Änderung kann mit diesem Training erzeugt werden: in unserer Zeit wird immer mehr be-wertet, be-urteilt und Gering-Schätzung oder Über-Schätzung sind Teil unserer Kultur geworden – mit diesem Training wird eine neue Haltung erzeugt gegenüber „gut“ und „böse“ oder „Schwarz“ und „Weiß“ oder „Schlecht“ und „Gut“: indem CHANCEN, MÖGLICHKEITEN geradezu ent-deckt werden, wird einerseits dem „Alten“ gegenüber eine positivere Wertschätzung eingeräumt, und dem Neuen nicht mehr so ohne Weiteres mit Befremden oder gar Angst begegnet. Insoweit wird dem typisch schnellen Bewertungs-System in „Gut“ oder „Schlecht“ Zeit eingeräumt – Zeit, die jeder individuell für sich nutzen kann. Eben die Zeit, die Veränderung benötigt. Übertragen kann man sagen, so wie jeder Mensch unterschiedliche Haltung gegenüber Veränderung/Change hat, so hat auch jedes Unternehmen unterschiedliche Haltungen und entsprechenden Zeit-Bedarf. Aber Haltung kann eben trainiert werden. Und Einfallsreichtum und Innovation auch.
  7. Vielfalt/Diversity-Training – ich wundere mich geradezu, wie häufig dieser Begriff DIVERSITY mittlerweile verwendet wird, aber wird sie auch gelebt? Diese Frage müssen wir uns stellen. Dabei ist da gar nichts dabei – Vielfalt ist möglich. Und mit Upcycling und anderen Kreativitäts-Methoden machbar und ganz leicht in den Alltag integrierbar.

Hier ein weiteres Beispiel, dieses Mal aus meiner kleinen Upcycling-Kollektion 2014, das auch die Vorgehensweise der Aufwertung beim Upcycling veranschaulichen soll – aber in meinem Fall ist dies die alltagstaugliche Übung, die ich als Training nutze, um sich mit Veränderung zu beschäftigen und durch routinemäßige Übung Veränderung immer mehr als „normal“ zu empfinden und auch besser damit umzugehen. Diese „Denk-Art“ empfehle ich in Trainings, aber eben übertragen auf unterschiedlichste Gegenstände. Wer nicht an Gegenständen direkt arbeiten kann (im empfehle es aber, immer wieder mal zu versuchen, um die haptische Wirkung des Greif- und Tastsinnes auf unser Gehirn zu nutzen), nutzt einfach seine Kamera, fotografiert unterschiedliche Objekte, die upcycling-fähig sind und notiert seine Gedanken in vorgenannter Reihenfolge oder Vorgehensweise. Auf dem Foto kann man auch wie hier bei den exemplarischen Fotos PUNKTE machen, um hinterher besser den eigenen Veränderungs-Prozess, der durchdacht wurde, dokumentiert zu haben.

Alles bitte spielerisch machen, ohne Perfektionismus.  Aber hier nun anhand des Kleidungs-Upcyclings die Möglichkeiten der Aufwertung und damit die unterschiedliche „Denke“ hinsichtlich Veränderung: manchmal wird ganz viel  aufgewertet (vom Schnitt bis hin zu neuen Stoffen, die eingearbeitet werden). Hier nun ein etwas einfacherer Aufwertungs-Vorgang beim Upcycling. Das Allereinfachste kann sein, einfach nur Knöpfe auszutauschen.

Fazit: also einfach mal ausprobieren mit ganz anderen Gegenständen – ein kleines Schränkchen, eine Lampe (siehe Titelfoto), ein Holzklotz, ein Rührlöffel aus Holz usw. – sei dabei auch durchaus total bunt oder auch mal ganz verrückt. Hintergrund ist rein das Gedanken-Konstrukt, sich Veränderung und Aufwertung gegenüber etwas Bestehendem „einzustimmen“, das Gefühl dafür zu entwickeln und Ideen zu kreieren. Wer Lust hat, kann mir gerne auch mal seine Erfahrungen schreiben, was aus diesem Vorschlag wurde.

Transfer: Ressourcen sind nicht nur (Roh-)Stoffe oder Materialien, so wie im obenstehenden beschrieben worden. Ressourcen werden auch aus neurobiologischer Sicht gesehen. Im Sinne eines Gesundheitsmodells und im Sinne von ganzheitlichem Lernen wurde von LEHMANN und KOUKKOU (2006) eine Ressourcen-Definition gemacht: dabei bezeichnen sie eine der Ressourcen, die uns Menschen innewohnen,  die als „maladaptives Wissen“ bezeichnet werden – das sind Erfahrungen , die ein Individuum über den Umgang mit bestimmten Situationen gesammelt hat, die für das eigene Wohlbefinden nicht nützlich sind, aber als Erfahrung dennoch gespeichert. Aus dieser Sichtweise heraus gibt es deshalb weder ‚krank‘ noch ‚gesund‘, es gibt aus diesem Modell heraus nur ‚unnützes'(maladaptives) und ’nützliches‘ (wohladaptives) Wissen[1]. In diesem Modell gilt ALLES als Ressource, was in der Lage ist, neuronale Netze mit wohladaptivem Wissen zu aktivieren. Übersetzt: Lernen & Motivation erzeugen mit dem positiv abgespeicherten Wissen in uns. Deshalb arbeite ich auch mit dem von Maja Storch und Frank Krause entwickelten ZRM®-Modell, in auf die positiv besetzten Ressourcen in uns zurückggegriffen wird und arbeite aber zusätzlich auch praktisch mit unterschiedlichen Kreativitätstechniken.

Im übertragenen Sinne kann man exakt dieses theoretische und praktisch anwendbare Modell noch einmal mehr in die Praxis übertragen, indem man Upcycling als alltagstaugliche Methode nutzt, um die positiven Ressourcen bei etwas Bestehendem zu nutzen, und das, was nicht mehr so gut passt oder einem kein gutes Gefühl vermittelt, einfach nur überlagert durch etwas Schöneres – eben die Aufwertung durch Upcycling.

Im eigentlichen Sinn ist diese Upcycling-Methode deshalb nicht nur eine Methode für persönliche Innovation oder Innovations-Training im übertragenen Sinn, sondern zugleich ein Schritt hin zum TUN, zum MACHEN, zum SICH-TRAUEN, zum etwas BE-WEGEN. Doch zuallererst steht der Gedanke: was kann ich verändern und dann kommt das Tun. Beim Upcycling ist es deshalb so leicht und einfach, weil ich mit ganz einfachen Dingen beginnen kann: derjenige, der nicht praktisch geübt ist, fängt mal mit einem Holzlöffel bemalen an. Das hört sich zwar jetzt schon komisch an, ich weiß. Aber genauso beginnt der erste Schritt und das entsprechend der einem persönlich zur Verfügung stehenden Ressourcen – im unbewussten wie im praktischen Sinn, denn beides gehört zusammen. Und damit beginnt, so wie ich das sehe, der adaptiv-situative[2] Trainings-Prozess, der benötigt wird, um zukünftige komplexe Veränderungs- und Anpassungsbedarfe besser zu bewältigen. Und er wird nur bewältigt werden, wenn der Prozess alltagstauglich und kontinuierlich durchgeführt wird. Weil Lernen und Übernahme von Routinen nur durch Regelmäßigkeit erfolgt.

Für Unternehmen gilt es, diesen Prozess strategisch zu integrieren und individuell je nach Unternehmen zu strukturieren.[3]

Dazu gibt es Tools & Möglichkeiten, einen entsprechenden Rahmen zu schaffen, um Upcycling als Methode für Innovation und Veränderung im Unternehmen zu integrieren. Dies gilt gleichermaßen im Privaten – jeder kann einen Rahmen schaffen für Veränderung und Erneuerung.

[1] Dr. Maja Storch, Frank Krause: Selbstmanagement – ressourcenorientiert: Theoretische Grundlagen und Trainingsmanual für die Arbeit mit dem Zürcher Ressourcen Modell (ZRM), Huber Verlag

[2] Als adaptiv (lat. adaptare, anpassen) wird in der Biologie und der Kybernetik die Fähigkeit von Organismen und selbstregelnden Systemen bezeichnet, sich an veränderte Umweltbedingungen aktiv anzupassen. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Adaptive_Reaktion

[3] Strategische Beratung zu Change-Prozessen, Lernen & Motivation für Mitarbeiter-Trainings:  Sabine Hauswirth Consulting, München

Idea Papers, Sabine Hauswirth Unternehmensberatung Rosenheim, Geschäftsmodelle, Business Development

Von Mobilheimen die Innovation abschauen

(Dieser Artikel erschien so identisch am 2. April 2014 im ursprünglichen Sabine-Hauswirth-Blog)

In meinen Beratungen und Berechnungen rund ums Thema “Versorgungslücken”, also dem, was zum Leben im Alter fehlt und dem Auffüllen der Lücke, habe ich in den letzten 14 Jahren einfach feststellen müssen, dass fast niemand  – außer sehr Vermögende – ihre Versorgungslücke decken können. Auffällig bei allen war der hohe Kostenanteil an Wohnkosten, also Ausgaben für Miete oder Immobilienfinanzierung (für die eigengenutzte Immobilie).

Dies hat mich immer wieder zu Recherchetätigkeiten veranlasst. Auch aufgrund meiner früheren Tätigkeit als Baurechtsexpertin hatte ich ja einen sehr guten Einblick in Städtebauplanung und in Planungen von Immobilien: sowohl Einfamilien-, Mehrfamilienhäuser als auch riesige Wohnblöcke mit kleineren bis mittleren Wohnungsgrößen. Ich fand die meisten Bebauungspläne – also die Grundlage des Baurechts innerhalb einer Stadt/Kommune – langweilig und auch nicht wirklich dem Leben von Gemeinschaft dienlich.

Diese Tatsache und der Fakt, dass zumindest hier im Süden Deutschlands Baugrund einfach sehr teuer ist, hat mich auf die Idee gebracht, ein Bewusstsein für Reduktion auch in diesem Bereich zu schaffen. Denn was bedeutet Wohnen für uns Menschen? Was wünschen Sie sich PERSÖNLICH, wenn es um den eigenen Wohnraum geht?

Ich denke, vor allem Schutz, Sicherheit, Gemütlichkeit, Platz für Gemeinschaft (Freunde, Familie, Feiern) und energie- und ressourcensparendes Wohnen.

Warum also nicht an eine Planung herangehen, die ganz kleine Häuser vorsieht, ähnlich den modernen Wohnwägen = MOBILHEIMEN  auf Dauercampingplätzen? Ich sah erst vor kurzem ein solches kleines Häuschen hier in der Nähe am Campingplatz am Simsee. BEISPIELVIDEO (dort auf “Mobilheime” drücken)  Gut, es ist ein Campingplatz, aber man könnte sich beispielsweise zusammentun mit ein paar Leuten, sich an eine Wunschgemeinde wenden und ihr einen konkreten und klaren Vorschlag machen, einmal ein Grundstück – idealerweise als Einheimischenmodell, weil dann die Grundstückspreise subventioniert sind – als Bebauungsplan auszuweisen, der nur solche kleinen Häuschen vorsieht? Ein bei uns nicht machbares Minihaus als Rolling Home, aber dennoch sehr anschauliches Beispiel für Platzsparen und Schönheit zugleich sehen Sie hier

Der Vorteil:

  1. kleine Grundstücksgrößen sind hierfür nur erforderlich = Vorteil des geringeren Grundstückspreises
  2. kleine Häuschen à z.B. 50 – 60 qm Wohnfläche können durch eine extrem gut durchgeplante Ausführung sehr preiswert sein in der Herstellung sein.
  3. Energetisch wären solche Häuser auch sehr gut ausstattbar
  4. Der Platz ist genügend groß für ein Paar/Single
  5. für Familien wäre ein entsprechend größeres Haus möglich – aber auch hier gilt: weniger ist mehr. Es muss nicht immer das 130 qm-Haus sein.
  6. Jede 1000 € monatliche Miete oder Annuitätenrate benötigen z.B. in der Steuerklasse 1 ein Gehalt von ca. 1.500 € brutto (30jähriger, Bayern, ledig, ohne Kinder) bzw. bei einem Verheirateten mit 2 Kindern ein Gehalt von 1.300 € in der Steuerklasse III gerechnet (nur exemplarische Berechnung, um zu zeigen, welch hohen Gehaltsanteile das Wohnen ausmacht)
  7. Daher gilt: entweder die Einnahmen erhöhen
  8. Oder: die Kosten verringern. Im Bereich des Wohnens wird dies am ehesten gelingen. Allerdings nur, wenn man von den üblichen Vorstellungen weggeht und einmal in eine andere Richtung bereit ist zu wohnen oder einen Hausbau zu planen.
  9. Voraussetzung für ein solches Szenario ist das Zusammenspiel mit einer Kommune, die bereit ist, eine solche Planung mutigerweise einmal mitzumachen
  10. Alternativ: dort wo keine Bebauungspläne vorgeschrieben sind, also beispielsweise in nichtüberplanten Innerortsgebieten (§ 34 BauGB), wären die Vorgaben nicht durch Bebauungspläne gegeben, sondern dort müsste sich ein solch kleines Haus oder mehrere solcher Häuser planerisch in das Ortsbild einfügen. Hier ist der Ermessensspielraum und die Umgebungsbebauung relevant und Sie haben hier etwas mehr Chancen, auch einmal eine solche kleinere Hausplanung durchzusetzen.