Kategorie Archiv: Zukunft

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Caring Companies und das Gehalt

Warum Gehalt für die Zukunftssicherung der Menschen wichtig ist

Ich habe hier einmal berechnet, wie die Zusammenhänge von Gehältern und Altersvorsorge sowie Ansparmöglichkeiten für „später“ zusammenhängen. Was immer wichtig ist, finanzmathematisch zu rechnen, um Inflation, Rendite von Geldanlagen usw. miteinzubeziehen, weil ansonsten die Szenarien nicht richtig dargestellt sind.

Bei meiner Berechnung habe ich folgende Grundlagen für die Berechnung als Szenario-Bestandteile integriert: Einzelne Person, m/w/d, 30 Jahre jung, keine Kinder; der monatliche Bedarf ist 2.850 € (Miete 1200 €, 700 € Lebensunterhalt Essen, Kleidung, Sonstiges, 250 € Auto inklusive Versicherung, Reparaturen, Benzin/Diesel, 300 € Freizeit, 150 € Berufsunfähigkeitsabsicherungs-Beitrag, 250 € sonstige Versicherungen, keine Altersvorsorge). Dies macht 2.850 € Gesamtbedarf fürs ganz normale Leben, also keinerlei zusätzlichen Variablen in der Lebensgestaltung. Nun bin ich so vorgegangen, dass ich diesen Bedarf auch als Netto-Lohn für meine Berechnungen zugrunde legte. Ich rechnete also die unterschiedlichen Brutto-Gehälter mit unterschiedlichen Steuerklassen aus, um darzustellen, welche Ansparraten notwendig sind, um im Alter so wie jetzt eben monatlich Gehalt anstatt dessen diesen Betrag als „Rente“ ab Alter 67 zur Verfügung zu haben. Das bedeutet, einmal habe ich so getan, als gäbe es keine Rente, also muss der Betrag vollständig selbst angespart werden, und einmal habe ich eine normale Rentenzahlung zum selben Zeitpunkt 67 Jahre angenommen, wo dann „nur“ noch eine Lücke von 1000 € zu decken und heute anzusparen sind:

  • den Betrag in voller Höhe, also 2.850 €, ansparen (eher unrealistisch, da ja noch die gesetzliche Rente in Betracht kommt). Dennoch wollte ich dieses Szenario berechnen. Im nächsten Szenario berechne ich dann den Betrag, der die Rente, geschätzt in Höhe von 1,850 € monatlich, abgezogen wird, also nur noch ein monatlicher Bedarf von 1.000 € notwendig ist.
  • den Betrag von 1.000 € nach Abzug einer geschätzten Rente von 1,850 €, ansparen.

Weitere Eckdaten sind: der Mann/die Frau sind jetzt 30 Jahre alt, Rentenbeginn 67. Lebensjahr (was eher nicht realistisch ist aus heutiger Sicht, aber ich habe heutige Eckdaten für den Renteneintritt genutzt, um nicht zu spekulieren).

Weiterhin legte ich als Berechnungsgrundlage eine Lebenserwartung von 93 Jahren, und dass ab dem Renteneintritt mit 67 Jahren das bis dahin angesparte Kapital bis zum 93. Lebensjahr in vollem Umfang verbraucht wird, in der Fachsprache wird dies Rente durch Kapitalverzehr genannt. Das übliche Rentenrechnungs-System ist ohne Kapitalverzehr, also typischerweise Rentenversicherungen, die auch als ‚Leibrente‘ bezeichnet werden: hier werden also keinerlei Kapital verbraucht, sondern die Zinsen/der Ertrag ausgeschüttet. Gerade bei der Berechnung mit Kapitalverzehr steht im Vordergrund, höhere monatliche Entnahmen machen zu können, was logisch ist, weil ja zum Schluss 0 Endbestand (Future Value) steht. Bei der Leibrente steht die sogenannte „Absicherung des Langlebigkeitsrisikos“ im Vordergrund, deshalb wird auch ohne Kapitalverzehr gearbeitet. Was bedeutet, wenn jemand 110 Jahre alt werden würde und man eine Rente auf Kapitalverzehr gestellt hat, die nur bis 93. Lebensjahr geht, ist dies also nicht machbar, dann den Lebensunterhalt zu finanzieren. Daher haben beide Systeme jeweils ihre Berechtigungen.

Nichstdestotrotz ist es wichtig, einmal zu berechnen, was gerade angesichts meines Themas, der Mitarbeitergewinnung und auch entsprechende Gehälter zu bezahlen, ein sehr wesentliches Thema ist, und gerade für junge Menschen und Familien, die Folgen niedriger Gehälter aufzuzeigen, wenn es um Zukunftsgestaltung geht.

- Sabine Hauswirth Consulting

Der 60EX-Faktor für die Mitarbeitergewinnung

Der 60EX-Faktor

für die Mitarbeitergewinnung

Employee Experience (EX) ist die Erfahrung von Mitarbeitern, die sie in Unternehmen machen. Mein Format, das ich zur strategischen Mitarbeiter-Gewinnung entwickelt habe, umfasst 5 Meilensteine, die ich für relevant halte in einer neuen Ära von Mitarbeiter-Gewinnung. Heute stelle ich einen davon vor: die Mitarbeiter-Erfahrung aus Baustein 04 meines 60EX-Formates zur Mitarbeiter-Gewinnung.

- Sabine Hauswirth Consulting

Als Betriebswirtin für betriebliche Altersvorsorge (FH) und langjährige Finanz- und Rechtsexpertin sehe ich dabei das gesamte Bild: wo heute viel und gefühlt fast nur von Purpose geredet wird (ich rede auch davon, aber das ist nur EIN Teil von Mitarbeiter-Erfahrung!) sehe ich 3 Kategorien, die zukünftig wesentlich sein werden in der Personalgewinnung und -entwicklung: Ökonomie, Lebensgestaltung, Innovation & Nachhaltigkeit.
Ich nenne diese Kategorien DESIGN CAFÉS, um die GESTALTUNG von WOHLBEFINDEN als #Peopleexperience und #Employeeexperience zu beschreiben und thematisch zuzuordnen. Mitarbeitererfahrung wird zukünftig, so wie ich das sehe, der wesentliche Faktor sein, um Mitarbeitern eine attraktive Zukunft zu bieten und sie so auch anzuziehen. Hier geht es aber nicht um Schmusekurs, sondern um ganz klare, strategische Entwicklung einer positiven Mitarbeiter-Erfahrung im Unternehmen.

Ich unterscheide dabei nicht in Organisation, Arbeit, Soziales, wie oft in großen Beratungshäusern üblich, sondern so:
🔴ÖKONOMIE,
🔴LEBENSZEITGESTALTUNG und
🔴INNOVATION & SUSTAINABILITY.

- Sabine Hauswirth Consulting

Warum? In einer neuen Ära, und in der befinden wir uns momentan bereits, in der es womöglich um Lebenslanges Arbeiten (LIFELONG WORKING) gehen wird, und in der es darum immer mehr um NEW WORK Themen geht, die Arbeiten auch Sinnhaftigkeit, Work-Life-Balance und vieles mehr geht, muss also das Finanz- und Benefits-Thema und zugleich die Ausgestaltung von Lebenszeit kommen und dies wiederum unser aller Thema, der Klimawandel und der Change- und Innovationsgrad von Unternehmen, integriert werden.

Dies ist sicherlich zunächst exotisch, jedoch die Themen sind da:
🔴wo extrem hohe Lebenshaltungs-Kosten auf niedrige Löhne und Gehälter treffen, wird ein Arbeitgeber unattraktiv. Ökonomie wird daher ein zentrales Thema für zukünftige Mitarbeiter*innen, es sei denn, sie gehören der Erben-Generation an, dann kann das eventuell in den Hintergrund treten, oder aber erst recht ein selbstbewusstes Entscheidungs-Kriterium für die Auswahl eines Bewerbers.
🔴Lebensgestaltung in Verbindung mit Arbeit wird ebenso ein immer mächtigeres und zentrales Thema in der Arbeitswelt. Angesichts eines womöglichen Lifelong Working Szenarios noch einmal viel stärker mit dem zentralen Thema: wie will das gestaltet werden?
🔴Der Innovations- und Wandlungsgrad eines Unternehmens sowie Ressourcen-Schonung und Nachhaltigkeit werden immer wichtiger: auch für Mitarbeiter, wenn es um deren Anspruch und Haltung zum Thema Klimawandel & Veränderungsprozesse geht. Hier fragen Mitarbeiter zukünftig verstärkt nach.

#60EX #employeeexperience #work #peopleexperience #zukunft #change

Employee Experience (EX) by Sabine Hauswirth
- Sabine Hauswirth Consulting

Wer wird in welchen Unternehmen arbeiten?

 

Die relevanten Altersgruppen gehen in Rente.

LinkedIn Artikel mit pdf-Download „Roadmap Zukunft“ vom 20.5.2022

Recruiting, Influencer, Sabine Hauswirth, Rosenheim

Wenn Influencer ins Recruiting einsteigen

 

Influencer und Bewerbungen

LinkedIn Artikel mit Video vom 19.5.2022

Handwerk, Tag des Brotes, Bäckerhandwerk, Sabine Hauswirth Consulting

Am Tag des Brotes ein Hoch auf das Handwerk

Handwerk am Tag des Brotes

Das Handwerk steht vor gravierenden Herausforderungen: Mitarbeiter finden und binden betrifft das Handwerk genauso wie alle anderen Branchen und Geschäftszweige.

Was immer noch fehlt, ist die genügende Anerkennung dieses Berufsstandes, aber ich denke, das wird sich gravierend ändern. Nicht alles kann industrialisiert und automatisiert werden und viele Menschen kommen auch gerne auf Manufaktur-Produkte und handwerklich erzeugte Produkte zurück.

Doch anlässlich des heutigen Tag des Brotes will ich genau dies zum Anlass nehmen, warum ich gerade das Handwerk als eines der zukunftsträchtigsten Bereiche sehe: wo mit der Hand gearbeitet wird und somit mit allen Sinnen, können Menschen noch erleben, dass sie Menschen sind. Das hört sich jetzt vielleicht etwas philosophisch und vielleicht auch malerisch, aber wenn wir genauer hinschauen, kann genau das die Chance sein.

Denn im Zeitalter digitaler Transformation werden Sinnes-Erfahrungen und das Arbeiten mit Händen entzogen. Menschen, die beispielsweise im reinen IT-Bereich arbeiten, bekommen nicht ohne Grund sehr gute Angebote in der Mitarbeiter-Entwicklung, wo dies ausgeglichen wird. Doch wo das nicht stattfindet, verkümmert der Mensch.

Ich sehe den Mitarbeiter-Mangel im Handwerk genauso gravierend an, wie überall anders auch. Aber mit der großen Chance, die sich hier bietet: all die Bewerberinnen und Bewerber auf dem Markt abzuholen, die sich von Handwerk angezogen fühlen, die auch etwas erschaffen und kreieren wollen.

Um den Mehrwert, den man hier als Handwerksunternehmen bietet, zu zeigen, braucht es jedoch ganz klare Strategien und Konzepte, um dies nicht nur einfach in Marketing-Kampagnen zu verwandeln, sondern konsistente Mitarbeiterbindungs-Programme zu entwickeln und anzubieten.

Der Tag des Brotes steht für mich symbolisch für Reduktion und die Einfachheit im Leben. Viele Menschen haben Sehnsucht nach Reduktion. Diejenigen, die bereit sind, zu arbeiten und die weniger in der Theorie unterwegs sind, sollten Zugang zu diesen Berufen bekommen. Viele Menschen wollen Erfahrungen machen, die ihnen einen Sinn vermitteln. Klar, ich weiß selbst, Handwerk ist hartes Geschäft und nicht für jeden geeignet. Aber wenn es Sinn bietet, werden die Menschen sich angesprochen fühlen als Bewerber, die hier entsprechende Infos über alle möglichen Kanäle erhalten.

Warum nicht als Handwerksunternehmen ganz gezielt authentische und gerne auch humorvolle Erlebnisse aus dem handwerklichen Betrieb filmen und gekonnt umsetzen als Marketing-Kampagne?

Aber Achtung: zuvor tatsächlich eine klare Konzeption entwickeln, die für ein gutes Employer Branding geeignet ist.

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Was Elon Musk anders macht

Was Elon Musk anders macht

Dies ist ein Beitrag, den ich im April 2022 als Antwort auf Thomas Sattelberger, MdB, (FDP),  mit dem ich auf Linkedin vernetzt bin, auf seinen Beitrag zu Elon Musk gegeben habe.

Ich habe über Elon Musk noch nie gelacht und diejenigen, die über ihn lachten, haben bis heute nicht verstanden, was er wesentlich anders macht:
🔴er disruptiert Branchen radikal
🔴er re-investiert total, d.h. nicht nur budgetiert, sondern All-Goes-in, indem er sich auch mal von seinem Immobilien-Vermögen durch Verkauf trennt
🔴er folgt Prinzipien von Beyond Budgeting, das ist agiles Wirtschaften (ich empfehle Ihnen und auch anderen Unternehmen, sich mal das Beyond Budgeting Institut in London anzuschauen)
🔴er kennt sich selbst fachlich extrem gut aus, was bedeutet, er versteht, was man ihm vorlegt
🔴er ist Future Thinker, was antizipiertes Denken ist
🔴er macht sich nichts aus dem, was Andere Leute von ihm denken
🔴er ist die leibhaftige Speed of Implementation
🔴er investiert in die Besten der Besten in seinen Teams
🔴er holt sich nicht Berater, sondern Zukunftsentwickler und Macher an Bord.

Was ihn ganz klar auch ausmacht: als Revolutionär, Pionier und Rebell kann man ihn definitiv auch nicht als berechenbar machen. Der aktuelle Kauf von Twitter in Höhe von 44 Milliarden USDollar macht es einmal mehr schwerer, sein Verständnis von Meinungsfreiheit und Demokratie zu interpretieren.

Wir und unsere Komfortzonen kommen da nicht mehr mit – bis da etwas unterstützt wird, haben Musk & Co. die übernächste Disruption realisiert.

Was Sie, Herr Thomas Sattelberger, MdB, aber tun können:
➡️ENDLICH die Hürden für Kapitalbeschaffung WIRKLICH beseitigen. Denn unsere Innovation in D scheitert auch daran, dass die Hürden nach wie vor zu hoch sind, um an Kapital zu kommen.
Und nicht jeder steht auf Investoren.
➡️Denn eines gilt als erwiesen: Ohne Kapital keine Geschwindigkeit. Ohne Geschwindigkeit kein Wachstum. Was das volkswirtschaftlich bedeutet, muss ich sicherlich nicht erklären, selbst wenn man wie ich auch mal gerne über Post-Growth-Szenarien nachdenkt.

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Working together

➡️Innovation kann trainiert werden – wir sind es in Deutschland nur nicht gewohnt
➡️Mitarbeiter können hier auch trainiert werden – es können einzelne Module aus unserem Angebot Innovationsmanager kann wie alle anderen auch einzeln gebucht werden
➡️📲 Mehr lesen in unserem ‚Design Café‘, das Lernformat für Lernen im Flow und mit Genuss hier

Idea Papers, Sabine Hauswirth Unternehmensberatung Rosenheim, Geschäftsmodelle

Life Long Working

Was lässt uns daran erschrecken, wenn wir Life Long Working lesen?

Selbstverständlich lässt uns das aufschrecken und zusammenzucken. Denn die bisherigen Konstellationen von Altersvorsorge lassen ein solches Denken nicht zu.

Unternehmensberatung, Unternehmensberatung Rosenheim, Sabine Hauswirth Entwicklungen, Innovation

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Idea Papers, Sabine Hauswirth Unternehmensberatung Rosenheim, Geschäftsmodelle

Warum Kreativität Künstliche Intelligenz schlagen wird

Künstliche Intelligenz und warum Kreativität diese schlagen wird

Wir lesen und hören immer mehr von künstlicher Intelligenz und dem neuen Industriezeitalter ‚Industrie 4.0‘. Doch was bedeutet dieses Zeitalter künstlicher Intelligenz und wie können wir dem durch Kreativität begegnen?

Idea Papers, Sabine Hauswirth Unternehmensberatung Rosenheim, Geschäftsmodelle

Künstliche Intelligenz (KI) und die Kreativität im Zeitalter digitaler Transformation

Zunächst einmal möchte ich kurz Künstliche Intelligenz vorstellen: Künstliche Intelligenz (KI) ist eine Technologie, die das menschliche Gehirn und somit menschliche Entscheidungsstrukturen versucht, nachzubilden. In Konsequenz bedeutet dies, dass KI in Form einer Maschine, eines Roboters, einer Figur in menschlicher Optik, Probleme versteht und bearbeitet und damit wie ein Mensch handelt. Diese neuronalen Netze, die durch künstliche Intelligenz nachgebildet werden, indem sie „denken“ und analysieren quasi wie ein Mensch, werden Probleme lösen, die heute noch von Menschen gelöst werden.

KI ist eine Technologie, die jede bisherige technische Revolution in den Schatten stellt. Sie transfomiert unsere Welt, wie bisher noch nie. Sie wird unser Leben, beruflich wie privat, auf den Kopf stellen, wörtlich genommen.

KI wird, wenn wir uns dieser Technologie, idealerweise auch im Rahmen unseres Innovationsmanagements, nicht stellen, Unternehmen verschwinden lassen, wenn wir nicht aggressiv und adaptiv-situativ genug uns dieser Technologie stellen. Dies bedeutet auch, dass wir uns dieser Technologie so stellen, dass wir sie ins Unternehmen integrieren. Zur Kehrseite komme ich später. Dass Unternehmen, Branchen und somit auch Berufe, immer schneller sich verändern oder gar verschwinden, wird Alltag werden. Dahingehend wird daher auch Ausbildung, Schule, Lernen führen müssen – uns nich mehr nur auf auswendig Gelerntes und unnötige Wissensinhalte zu konzentrieren, sondern unsere Geschwindigkeit im adaptiv-situativen und kognitiven Lernprozess zu lernen und zu trainieren. Im Umkehrschluss bedeutet das auch, holistisch und nur das zu lernen, was aktuell gebraucht wird. Auch dieser Fakt wird Bildungsträger, Universitäten & Co. vor bisher nicht geahnte Probleme stellen – plötzlich wird neues und tiefes Lernen mit ausschließlich aktuellem Hintergrund erforderlich. Basis-Lernen wird essentiell und alles, was on top kommt, muss sich anhand aktueller Wissensbedarfe ausrichten müssen. Diese sicherlich eher revolutionär ausschauende Meinung wird im Jahr 2030 so normal sein wie heutzutage der Englisch-Unterricht in allen Schulformen.

Lernen lebenslang wird deshalb auch zum Programm. KI wird all jene Jobs, wo Menschen maschinenähnliche und routineähnliche Arbeiten ausführen, die Arbeit übernehmen. Und damit diese Jobs ersetzen. Was dazu führt, dass wir immer schneller switchen müssen – unsere Berufe, unsere Lerninhalte usw.

Wirtschaftsexperten rechnen damit, dass 90 Prozent der Arbeitsplätze zumindest tangiert werden. Fazit: KI betrifft daher uns alle. Wir können KI weder ignorieren, noch einfach so weitermachen wie bisher.

KI ist einer der am schnellsten wachsenden Trend. Dieser Trend ist noch kaum messbar, noch kaum bemerkbar für unser alltägliches Leben – im Hintergrund jedoch revolutioniert sie bereits unser aller Leben.

KI kann Fluch und Segen zugleich sein. Wie alle bisherigen wisschenschaftlichen Errungenschaften wird sie, je nachdem wie wir sie nutzen werden, Positives oder Negatives hervorbringen. Nicht nur der Innovator Elon Musk, sondern auch der bereits verstorbene Stephen Hawkings, haben ihre sehr starken Zweifel geäußert – wenn KI ausser Kontrolle gerät, wird sie die Menschheit und damit uns alle vernichten können.

Doch sprechen wir von den Vorteilen. Denn KI ist da, wird kommen und wird unseren Alltag revolutionieren. Also stellen wir uns dieser Technologie, indem wir sie positiv umsetzen.

Die gute Nachricht: KI wird die Fehlerhäufigkeit menschlichen Tuns aushebeln. Dort, wo höchst analytische Auswertungen erforderlich sind, kann KI eine Chance sein. Dort, wo höchst komplexe, schnelle und präzise Ergebnisse erforderlich sind, beispielsweise in der Heilbehandlung eines Tumors, wo die Intensität von Strahlen höchstkomplex von Physikern berechnet werden muss, kann KI schneller und genauer sein. Kann, muss aber nicht. Wir müssen dennoch ganz klar die Grenzen dieser hochkomplexen Technologie kennen, die auch ihrerseits höchst störanfällig sein kann.

KI geht so weit, dass sie uns nun auch dazu zwingt, das Lernen zu überdenken. Dort, wo bisher in der Schule Auswendiglernen immer wieder Sinn machte, ist zukünftig adaptiv-situatives Lernen sowie ad-hoc und somit an der jeweiligen Aufgabe (TOPIC) zum jeweiligen großen Thema (PHÄNOMEN) orientiertes Lernen erforderlich. Dort, wo Schüler bisher einzelne Bereiche auswendig und oft ohne Realitätsbezug lernten, wird zukünftig holistisches Lernen von Anfang an und Lernen von der Natur erforderlich sein. Zugleich bedeutet dies, nicht nur wieder auf grundsätzliche Skills wie Schreiben von Hand (weil das vom Gehirn besser ‚begriffen‘ wird) zurückzugreifen, sondern auch komplexere Skills wie Lernen von Programmieren, Codieren, Informatik im eigentlichen Sinn zu trainieren und zu lehren. Lernen wird wie im neu reformierten finnischen Schulsystem, dem sogenannten Lernen ausgehend von Phänomenen (phenBL), nach Phänomenen und unterteilt in Topics, erfolgen müssen – weil genau diese Struktur unser Leben immer mehr bestimmen wird: alles ändert sich immer schneller und extremer und wir müssen uns auf die einzelnen Phänomene konzentrieren, darauf situativ eingehen können und jeweilig darin zu lernen. Im eigentlichen Sinne lernen wir Change und Innovation und unsere flexible Anpassung durch lebenslanges und aktuelles Wissen. Für eine Gesellschaft, die vor allem durch Konsum und zunehmende Verdummungsinhalte in TV, Medien und Co. geprägt ist, zunehmend schwer, darauf wirklich gut reagieren zu können. Da dürfen wir uns in Deutschland auch ganz schön ins Zeug legen, wollen wir dem immer mehr auseinanderklaffenden Bildungssystem, das insbesondere darauf gebaut ist, Bildung ökonomisch besser Gestellten Vorteile zu gewähren, etwas entgegenzuhalten. Denn die ökonomische Schere hat in unserer Geschichte schon einmal das hervorgerufen, was wir sicherlich nicht noch einmal hervorrufen wollen. Und so ist denn auch meine Wahrnehmung, dass wir zunehmend ins Mittelmaß versinken und Talente dort nicht abholen, wo es sie gibt. Ob gewollt oder nicht – Fakt ist, dass wir dadurch weit abgehängt werden. Förderung schaut jedenfalls anders aus, und Talente-Förderung darf jedenfalls nicht Elite-Förderung alleine sein.

Meine unterschiedlichen Publikationen zum adaptiv-situativen Training, dem IFG-Training (Innovations-Flexibilitäts-Geschwindigkeits-Training), möchte ich hier nur am Rande erwähnen. Das wird Zukunfts-Skill werden – in einer Konsumwelt jedoch unmöglich, die Essenz und die Beschränkung auf wesentliche Informationen nicht kennt. Auch hier wird ein Umdenken und Umlernen (Breaking-the-Rules; Unlearning) zwingend erforderlich hin zu einem strategischen Reduktionsmanagement für jedermann. Ich nenne mein Konzept für Reduktionsmanagement symbolisch und alltagstauglich daher „Glück ist Knäckebrot“. Der wissenschaftliche Hintergrund ist wie bei einem chemischen Reduktions-Vorgang: aus mehr wird weniger, es wird aus der Umwelt etwas absorbiert und zu weniger, einer Essenz im eigentlichen Sinne, reduziert: Reduktion ist eine Reaktion bei der ein ein- oder mehratomiges Teilchen Ox ein oder mehrere Elektronen aufnimmt. Dabei bildet sich das Teilchen Red: O x + ne− → R e d

Im Zeitalter von KI ist dies übersetzt: das Komplexe zu filtern, Wichtiges zu verinnerlichen, Im Ergebnis eine Vereinfachung herzustellen und so zu einer Lösung zu kommen. Komplexes filtern wir nur durch Reduktion und dem Zurücknehmen von Zuviel.

Hierfür müssen wir lernen, komplexe Fragestellungen in kürzerer Zeit zu bearbeiten. Dies können wir nur, wenn wir der Reizüberflutung entkommen sind. KI wird uns zusätzlich zwingen, unnötige Wissensinhalte erst gar nicht anzueignen – dazu haben wir keinerlei Zeit mehr. Wir kommen um die Essenz von allen möglichen (Lern-)Inhalten nicht mehr herum. Wir müssen also unsere Kinder dazu erziehen im Privaten wie im Öffentlichen Bereich (Schule, Bildung, Institutionelles Lernen), dass sie die Essenz hinter den Dingen erkennen und erzeugen. Dazu gehört insbesondere das Aufgeben von Helikoptertum, Tätschel-Hätschel-Pädagogik, sondern einfach nur Natur-Erfahrung, Selbst-Erfahrung und Selbst-Bestimmung und Gruppen-Arbeiten anstatt Verwaltung. Dies wird uns auch wieder dazu bringen müssen, manche Dinge und Probleme im Try-and-Error-Modus eines Forschers in Aufgaben/TOPICS zu beginnen, dann weiterzuforschen, dann zu analysieren, dann zu filtern und dann zu einem essentiellen Ergebnis zu kommen. Ich habe dies in meiner Entwicklungsformel 1+4= ONE alltagstauglich entwickelt und übersetzt für den regelmäßigen Gebrauch in Unternehmen & Co..

Die Essenz zu erhalten, wird wesentlich sein, um schneller vorwärts zu kommen, ohne dabei auszubrennen. Und dabei zugleich unser Leben in ein Reduktionsmanagement zu bringen – nicht mehr dies und das und das und dies und auch jenes noch zu beachten, zu tun, zu wollen, zu müssen – nein: KI wird uns Menschen dazu zwingen, uns aufs Wesentliche zu konzentrieren, dabei vor allem unsere Kreativität lebenslang zu trainieren, weil das nach wie vor von KI nicht nachgebildet werden kann. Wir werden Kreativität trainieren, diese in Verbindung mit KI einsetzen- um gesund zu überleben und dabei Mensch zu bleiben.

KI kann eine Chance sein – sie wird für viele Wirtschaftszweige eine große Chance darstellen. KI zu stark reglementieren zu wollen, wird Innovation und damit Wachstum für große Wirtschaftsbereiche verhindern. Reglementierung wird dort not-wendig, wo KI ins Desaströse, Destruktive, Manipulative und damit für Mensch, Wirtschaft und Gesellschaft zerstörerisch wirken wird.

KI wird zukünftig folgende Bereiche stark beeinflussen und positiv unterstützen:

  • Unterstützung in der Altenpflege
  • Unterstützung im medizinischen Bereich
  • Unterstützung in der (öffentlichen) Verwaltung
  • Unterstützung im Sport (z.B. für Schiedsrichter)
  • Unterstützung im Deep Learning (Weiterbildungs-Sektor)
  • Unterstützung im Bereich HR/Personalabteilungen
  • Unterstützung in vielen analytischen Bereichen (z.B. juristische Recherche für Rechtsanwälte, Finanzanalysen usw.)

ABER: wenn wir uns durch KI diktieren lassen, geben wir Kontrolle aus der Hand. KI wird aktuell bereits massiv von China und den USA eingesetzt. Europa steht noch etwas dahinter. Dies ist sicherlich auch gut so – dies ist zugleich eine Chance für Europa, KI einen Stellenwert im positiven Sinn mit entsprechender Reglementierung und Werte-Verbindung zu verhelfen.

Eines dürfen wir in dem Zusammenhang endlich erkennen: eine der wesentlichen Zukunfts-Skills von Mitarbeitern werden genau wegen des Hintergrunds KI folgende Skills sein:

  • Kreativität und damit einhergehend Ideen- und Einfallsreichtum sowie Flexibilität und schnellere Reaktionsgeschwindigkeit
  • Problemlösung komplexer Fragestellungen
  • Empathie und soziale Kompetenz

Dies kann man schon seit Jahren beim World Economic Forum nachlesen, wenn man sich für Zukunftsforschung interessiert. Dies ist also nichts Neues, was ich hier schreibe.

In Konsequenz bedeutet dies Wissensvermittlung für neue Technologien wie KI, gleichwertig neben Herzensbildung und Kreativitätsförderung. Beginnend in Elternhäusern, der Schule, fortgesetzt in den Unternehmen – lebenslang. Ich setze mich nunmehr seit fast 4 Jahrzehnten für die Bildung der Kreativität ein – weil sie nachweislich auch noch andere positive Faktoren mit sich bringt ausser Einfallsreichtum und Flexibilität. Dass ich dabei immer nur belächelt wurde, nehme ich einfach wie alles Andere an Reaktionen hin und lächle dann einfach in mich hinein – denn wer zuletzt lacht…… Kreative Eigenschaften werden zukünftig mehr denn je benötigt – Kreativitätstraining wird heutzutage ganz einfach nicht mehr belächelt noch stiefmütterlich behandelt werden können. Es wird zwingender Bestandteil in Wirtschaft und Gesellschaft sein müssen, wollen wir als Menschen überleben im Zeitalter von KI und damit im Zeitalter von Industrie 4.0. Da KI ein hochkomplexes Thema ist, und so wie es Elon Musk auch aktuell wieder einmal betonte, sehr störanfällig, was wiederum zu enormen Kosten führt, werden wir als Menschen nicht umhinkönnen, uns selbst so gut aufzustellen, dass WIR MENSCHEN es sind, die das Zeitalter von Industrie 4.0 mit unserer Kreativität und Flexibilität steuern und in die Hand nehmen. Daraus entsteht die Fähigkeit, wie im Fußball schnell umzuschalten oder übersetzt: schnell in die adaptiv-situative Anpassungsfähigkeit zu gelangen, was nichts Anderes ist wie evolutionäre Anpassung. Somit können wir echt gestalten, anstatt zu funktionieren oder nur zu reagieren.

Diese Fähigkeiten erlangen wir allerding nur, wenn wir Reduktions-Management in unser Leben einbringen. Dauer-Stress und Dauer-Funktionieren setzen nicht nur unseren Verstand aus und bringen Fehlerhäufigkeit und im schlimmsten Fall Chaos, sondern lassen auch keinerlei Flow, was u.a. Voraussetzung für Kreativität und Einfallsreichtum ist. Ich nenne dieses Reduktionsmanagement symbolisch ‚Glück ist Knäckebrot‘.

Als Fazit zu meinen Thesen sage ich: wir benötigen konsequentes und strategisches Innovationsmanagement, das nicht ausschließlich betriebswirtschaftliche Komponenten beinhaltet. So wie ich Innovationsmanagement definiere, gehört der Mensch in den Mittelpunkt dieses Kern-Themas gestellt, indem er sich laufend entwickeln kann, um den Change selbst aktiv mitzugestalten. Die Rahmenbedingungen sind auch hier wir vorgenannt: mit einem entsprechenden Reduktionsmanagement, das bestenfalls auch das Lifelong Work Szenario im Auge behält und dementsprechende Lifetime Modelle als Arbeitsmodelle anbietet. KI wird dann zur Begleiterscheinung und bestenfalls ein gutes Hilfsmittel für den Menschen.

 

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Strategische Resilienz entwickeln

L.E.E.R.E. als Formel für Reduktion und strategische Resilienz

Warum wir Reduktion in unseren Alltag bringen sollten und wie L.E.E.R.E. dazu dienen kann, dies strategisch und systematisch zu trainieren.

Unternehmensberatung, Unternehmensberatung Rosenheim, Sabine Hauswirth Entwicklungen, Innovation

L.E.E.R.E. als Erfolgsformel für Motivation und erfülltes Leben – durch strategische Reduktion

Vor einigen Jahren entwickelte ich eine Erfolgsformel für strategische Reduktion. Diese ist für mich eine grundlegende Haltung und Training zugleich, um Resilienz strategisch im Alltag zu entwickeln. Diese Resilienz ist mehr denn je erforderlich, da wir als Menschen beginnen, uns zu verlieren. Aber es gibt einige Möglichkeiten, wenn wir achtsam bleiben und uns um unsere eigentlichen systemimmanenten Kenntnisse bringen.

Zu der (Lebens-)Zeit entwickelte ich alle die Dinge, die ich heute für Strategieberatung nutze: Reduktions-Strategien & Lifetime Modelle für Lebensgestaltung und alternative Altersvorsorge, Kreativitätstrainings für Innovationskultur und vieles anderes mehr. Diese Formel „L.E.E.R.E.“ veröffentlichte ich in einem knappen Blog-Beitrag, den ich heute wieder aufgreifen mag. Den Blog gibt es nicht mehr – ich habe ihn aus Sicherheitsgründen geschlossen, die meisten Blog-Beiträge stehen aber zur Veröffentlichung an. Wie definieren wir Erfolg? Die vielen Glücks- und Erfolgs-Ratgeber sowie Positiv-Denkens-Bücher und ach ja, auch die vielen Events, Vorträge zu dem Thema Erfolg – ich kann es manchmal schon nicht mehr hören und lesen.

Denn was ist Erfolg und was ist Glück? Und vor allem: kommen wir wirklich dorthin, wenn wir uns kuschelig-warm das Ergebnis vorstellen und er-träumen?

Selbst wenn tausende von Erfolgs-Bestseller hier immer wieder dazu auffordern inklusive der 4-Stunden-Woche von Tim Ferries: mich würde interessieren, wenn man eine Erhebung machen würde, wieviel der Millionen Leser dann auch das umsetzen konnten, was da stand, in Prozent – das wäre doch einmal hochinteressant. Doch eines ist sicher: es sind sicherlich vor allem die Autoren, die erfolg-reich wurden. Wenn man/frau hier nicht standhaft bleibt, macht man/frau den Quatsch dann auch noch mit.

Du kommst aus der Buchhandlung und meinst, das ganze Leben besteht nur aus Diät, Schönheit, Power & Erfolg. Also ich ess jetzt erst mal was.

Ach ja, und dann noch die ganzen Chakka- und Positiv-Denken-Ratgeber. Nö, funktioniert nicht. Wirklich, so richtig unrealistisch.

Ich bin ja Fan von Selbst-Coaching oder zumindest ganz kurzen Coachings. Es braucht nicht immer 20 Stunden, um etwas zu klären. Das muss auch kürzer gehen. Und im übrigen ist auch gar nicht fundiert gesichert, ob Coaching überhaupt funktioniert. [1]

Ich bin ja eher ein Fan vom TUN und AUSPROBIEREN. Und sich AUF DEN WEG MACHEN. Und wer gar kein Coaching mag, kann hier einmal wieder Impulse erhalten für Lebens-Gestaltung. Ich definiere ERFOLG vollkommen anders als die herkömmlichen ZIEL-Erreichungs-, GLÜCKS-Gefühls- und REICHTUMS-Macher-Konzepte.

Denn so sind Konzepte immer auch nur Modelle – da jeder Mensch individuell ist. Aber Modelle können Impulse und eine Art von Schablone geben (ich nenne das in meinen Unternehmens-Beratungen für solche Konzepte „Design on Frame“, also der Rahmen wird beraten und das Ausfüllen muss das Unternehmen machen), und die Schablone wird von jedem selbst individuell ausgemalt, gefüllt.

Ich bin nur Fan von Schablonen, wenn sie dann anschließend wirklich von jedem individuell gestaltet und ausgefüllt werden können. Da jeder Mensch auf seine Weise einzigartig ist.

Die vielen Schablonen um uns herum bieten weder Identität noch Authentizität. Und dadurch keine echte Gemeinschaft, Bindungs- & Wertekultu. Und damit auch keine Innovationskultur. Erfolg wird nach wie vor an Umsatzzahlen, Renditen, Return on Invest usw. gemessen. Doch wie bewerten wir Mitarbeiter-Zufriedenheit in Verbindung mit Unternehmens-Erfolg?

Ich persönlich denke, Erfolg ist LEBEN GELINGEN LASSEN – mit Schwierigkeiten und Krisen gut umgehen lernen, mit Chancen ebenso, mit Menschen gut in Beziehung zu kommen (was auch Abgrenzen lernen bedeutet) und vieles anderes mehr. Und Leben als Ent-wicklung und Hinein-WACHSEN zu be-greifen. Dies wird gerade in Unternehmen zunehmend wichtiger – wenn bisher noch vieles über Funktionieren machbar war, wird zukünftig Mensch-Sein und Empathie mit Kreativität, Einfallsreichtum und Innovationshaltung relevant für Wachstum sein. Wo das nicht vorhanden ist, weil bisher weder in Kindheit noch Jugend geschweige denn später trainiert und entwickelt wurde, muss dies dann als Entwicklungs-Zeit im Unternehmen oder in der Freizeit nachgeholt werden.

Entwicklung benötigt also Zeit. Denn Entwicklung ist immer Persönlichkeits-Entwicklung. Dazu gehören Zeit, entsprechende Rahmenbedingungen und eine sinnvolle Leitkultur in Gesellschaft und Unternehmen. Das, was bisher in unserem Schulsystem sträflich vernachlässigt wurde, ist genau das, was jetzt immer mehr offensichtlich wird in Gesellschaft und Wirtschaft: es fehlt Innovationskultur an allen Ecken und Enden. – anstatt reines Wissen eingetrichtert zu bekommen, müssten Entwicklung, Innovations-Training und Kreativität von Anfang an trainiert werden. Und zugleich Non-Konformismus. Denn Konformismus und Angepassheit schließen Innovation und Mut aus. Beides wird immer dringender benötigt in Deutschland.

Wie sehe ich die Grundlage für ein solches Training?

Zuallererst benötigt es REDUKTION in allen Bereichen. Reduktion, die Fülle schafft. Reduktion, die Mangeldenken nicht zulässt und anstatt dessen den Menschen wieder auf sich zurückwerfen lässt – in Achtsamkeit und der Konfrontation mit dem eigenen Mensch-Sein. Dabei gilt es auch, den blinden Fleck, den jeder Mensch hat, zunehmend zu verringern hin zu einer Authentizität, die sowohl Gesellschaft als auch Unternehmen benötigen.

REDUKTION heißt dabei nicht, wenig zu tun oder nur noch Pausen machen, sondern eine strategische Vorgehensweise, immer wieder die LEERE zuzulassen und in den Alltag einzubauen. Die Natur mag kein Vakuum – und füllt Vakuum/Leere.

Aus diesem Naturprinzip gebe ich hier eine Erfolgsformel aus dem Jahr 2014 nochmals bekannt, wonach meiner Meinung nach nur aus dem REDUKTIONS-Prinzip heraus gute Ideen entstehen.

Denn all die Glücks-Ratgeber befolgen meiner Meinung nach nicht, dass gerade durch dieses sich „Glücklich-Denken“ eine wissenschaftlich erwiesene Senkung des Energie-Niveaus aufgrund gesunkenen Blutdruckes entsteht und dadurch der Antrieb für das, was man sich als ZIEL „er-träumt“ hatte, fehlt.[2]Auch hier brauchen wir ein „Re-Thinking“ und „Zukunft neu Denken“ , wie ich es seit Jahren schreibe. Wenn wir immer mehr in den Schlummer-Träum-Schlaf verfallen, kommen wir bald gar nicht mehr hoch – also sozusagen aus der hedonistischen Dauer-Funktionieren-Tretmühle hinein in die Träum-Spirale eines erwünschten Lebens und somit in die nächste Tretmühle. Ein Kreislauf, der irgendwann vollends ins Nichts führt.

Wir benötigen natürlich eine Vision (also Vorstellung davon, was wir uns wünschen, gerade ich bin Fan von Visions-Arbeit) und ein Ziel. Aber der Weg dorthin sollte realistisch sein und realisierbar und planbar sein – am besten strategisch.

Das Fatale an unserer überladenen Zeit ist – auf der einen Seite benötigen wir Leistungsfähigkeit, auf der anderen Seite etwas gegen Stress und Burnout und für Entschleunigung – und wenn man zuviel von dem Einen hat, wird das Andere zu kurz kommen und deshalb: Reduktion – ist nichts anderes, als die Dinge in BALANCE bringen. Das beginnt mit Digital-Diät und hört generell mit Stress-Diät („Glück ist Knäckebrot“) auf.

Balance fehlt zunehmend in Gesellschaftspolitik, Unternehmen, Schulen und Bildungs-Einrichtungen. Und dies wird sich rächen – davon gehe ich aus. Aber die sogenannten „Caring-Companies“, also Unternehmen, die sich stark für Mitarbeiterförderung machen, werden dies auffangen und auffangen müssen, um erfolgreich bestehen zu können.

  1. Bewegung/Aktiv-Sein,
  2. Pausen/Entschleunigung,
  3. Erneuerung/Re-Kreation/Innovation,
  4. Wissen/Bildung
  5. Natur

Das gilt auch für Eltern, wie ich finde: man kann Kinder auch übererziehen und sie vollstopfen und zu-helikoptern, anstatt sie einfach forschen zu lassen und ihre Neugier befriedigen zu lassen draußen in der Natur sowie ihrem Bewegungs-Drang (fürs Be-Wegen von Etwas immer hilfreich) nach-zu-gehen.

Ich genoss neben der Schule zwar Sport und Musikunterricht, freiwillig begonnen und beendet – aber weder vollgestopfte Timetables für Erziehung in Kunst,Musik-Theorie,Philosophie & Co. noch sonstige elterlich dirigierte Optimierungs-Szenarien spielten sich da ab. Sondern das Stapfen im Bach,Klettern in Bäumen. Das führte zu sehr viel mehr – und wiederholt sich bis heute. Mit entsprechenden Einfällen, Einfallsreichtum und anschließender Umsetzung. Dahin sollten wir alle etwas umdenken – natürlich werden. Planung kommt früh genug.[3]

Auch Intuition – ganz wichtig, denn ohne die geht es nicht. Aber auch die benötigt eine anschließende Strategie und einen Plan. Da die meisten aber zunächst den Plan machen und dann erst mal gar nix, gehen viele Dinge schief. Oder aber auch die Perfektion – ich rate immer wieder davon ab. Denn wer perfektionistisch ist, wagt den ersten Schritt niemals.

Anstatt der Glücks- und Chakka-Versprechen in vielen Büchern rate ich, einfach auch realistisch zu bleiben. Denn auch wenn die 4-Stunden-Woche vorgaukelt, es ginge ganz leicht ohne arbeiten, da kann ich nur sagen: von nix kommt nix. Und Träumen tu ich erst wieder heute Nacht. Das ist dann ungefähr so, wie wenn man Zukunft vorhersagt – Illusionen werden schnell erzeugt und daher halte ich es mit dem TUN, AUSPROBIEREN, SCHEITERN, NEU BEGINNEN, FEILEN, NOCHMALS PROBIEREN. Denn die Zukunft liegt irgendwo. Aber Gegenwart ist all-gegenwärtig – und in der können wir die Zukunft be-wegen. Durch Beginnen.

So sind auch alle meine Konzepte und Modelle, die ich entwickelte, reine MODELLE, die aber immer eines beinhalten: TUN, AUSPROBIEREN, LOSLASSEN WAS NICHT FUNKTIONIERT, SICH ENTWICKELN, WACHSEN AN IRRTÜMERN usw. Sie bedeuten Arbeit. Und das kontinuierlich, weil sie sonst nicht funktionieren. Konkret: Entwicklungs-Zeit.

Die Ausbildung im Rahmen des Innovationsmanagements, das sich hieraus bildete und modular einsetzbar ist, beinhaltet vor allem eines – praktische Workshops.

Der Ansatz für Entwicklung kann also Leere sein. Leere, die sinn-voll gefüllt wird.

Mein Ansatz ist: das L.E.E.R.E.©-Prinzip als Grundlage nehmen, dann in die Visions/Ziel-Arbeit gehen mit einem entsprechenden Motto-Ziel, das immer wieder mit dem Adaptiv-Unbewussten verbunden wird, und sich dann auf den Weg machen. Nicht warten, bis irgendetwas passiert – sondern sich auf den Weg machen. TUN. Dies ist der

Hier also die Formel als Impuls für Selbstcoaching und ggfs. anschließendes Weiterlesen auf meinen Webseiten. Die Formel dient sowohl im Kleinen wie auch im Großen: also auch kleine Entscheidungen, die man zu treffen hat oder Projekte, die man angehen mag. Es beginnt immer mit einem „Loslassen“ – was nichts anderes als eine Wegegabelung und Entscheidung für oder gegen Etwas ist.

Reduktion umsetzen bedeutet LEERE zulassen, um Neues zu schaffen! – Die Reduktions-Strategie für Effizienz, Wohlbefinden und Erfolg.

L.E.E.R.E.© – Entwickelt von Sabine Hauswirth –

L- oslassen von Unnötigem, Ärgerlichem, Ballast, Druck, Nicht-Funktionierendem (ggfs. unter Zuhilfenahme von WOOP/Mentales Kontrastieren, Oettingen, Wenn-Dann-Plänen, Oettingen & Gollwitzer/ ZRM-Training, Storch & Krause, Natur-Kinetik & Walk-the-Talk als Unterstützung für „Etwas Be-Wegen“ im Sinne des Rubikon-Modells nach GRAWE (1998), Embodiment nach ZRM® Storch/Krause, Hauswirth)

E– nergie konzentrieren auf das Wesentliche und auf das, was Spaß und Leidenschaft bringt – bei gleichzeitigem Realitäts-Bezug (Zukunfts-Gegenwarts-Abgleich: was ist Träumen anstelle Vision/Ziel, was ist machbar, was nicht, ggfs. unter Zuhilfenahme von WOOP/Mentales Kontrastieren, Oettingen, Wenn-Dann-Plänen, Oettingen & Gollwitzer/ ZRM-Training, Storch & Krause, Designyourselfconcepts / Satellite-Core-Modell, Hauswirth)

E– rneuerung = Innovation/Change als Umsetzung des Wunsches/Vision/Ziel (hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, fürs Selbstcoaching habe ich einen Visions-Workshop geschrieben)

R– eduktion als Grundlage für Veränderung (Rahmenbedingungen für Umsetzung schaffen, „Glück ist Knäckebrot“ als Prinzip, Hauswirth)

E– rfolg als Konsequenz von Leere/Vakuum und Reduktion (Persönliche Erfolgs-Definition machen, Erfolgs-Ziele in TOPICS beschreiben, kleine Schritte sind auch Schritte und (Teil-/Ziel)

Diese Formel kann als Grundlage und Handlungsanweisung fürs Selbstcoaching, privat oder im Unternehmen, angewendet werden. Voraussetzung ist lediglich, sich mit WOOP/Mentales Kontrastieren beschäftigt zu haben. Ich arbeite seit längerem nach dem in einem Grundlagen-Seminar des Instituts von Maja Storch erlernten ZRM-Prinzips, wo alle vorbenannten Methoden integriert sind. Daraus entstand dann L.E.E.R.E. als Rahmen-Methode für Selbst-Coaching. Relevant hierbei ist, alle anderen Punkte selbst zu ‚füllen‘, also sowohl sich sein eigenes L. + E. + E. + R. + E. aufzuschreiben und dann durchzuführen. Im Innovations-Management-Programm wird das als Grundlage für den Rahmen geschaffen, innerhalb dem dann ein Unternehmen Mitarbeiter für Innovationskultur vorbereiten, begeistern und dann trainieren kann. Grundlage MUSS REDUKTION sein. L.E.E.R.E. kann die Grundlage dafür schaffen.

In einem weiteren Artikel werde ich die Entwicklungs-Stationen 1 + 4 = ONE beschreiben, die im Unternehmen angeboten werden können, wo mit allen Sinnen gezielt die Entwicklung von Einfallsreichtum und somit Innovations-Haltung und im weiteren Sinne Innovation im Unternehmen trainiert und gestaltet werden kann.[4]

(Artikel erstmalig in veränderter Form erschienen am 10.06.2017 bei Huffington Post mit dem Titel L.E.E.R.E. als Erfolgsformel für gelingendes Leben)

Die 1+4=ONE Stationen können jederzeit in den eigenen privaten und beruflichen Alltag integriert werden. Unsere Sinne einzusetzen und sie damit auch zu trainieren, ist mehr denn je notwendig, je mehr uns Krisen, Negativ-Schlagzeilen, digitale Transformation überfordern.

#explore sabine-hauswirth.com #read Glück ist Knäckebrot, Die Stressdiät – Reduktion als Prinzip Link

#watch alle Fotos & PhotoGraphics zum Artikel: Sabine Hauswirth (außer: junger Mann im Digital Detox Modus/fotolia, Autoreifen mit dem Zukunfts-Zitat Sabine/fotolia;) Fotoshooting: Julia Sanftl/Anita Windsberger; Sabine trägt einen ihrer Upcycling-Fashion-Prototypen/Tracht in die moderne Zeit übersetzt; Fotografie by Sabine Hauswirth Lichtscheune.de

#feel & #develop Anfrage für Seminar-Module zum Thema Training für Innovationskultur, Change & Creativity unter +49 (0)8031 3046700

Quellen:

[1] Albert Bandura, „Self-Efficacy: Toward a Unifying Theory of Behavioural Change”, in: Psychological Review, 84 (1977), S. 191 ff.; aus: Gabriele Oettingen, “Psychologie des Gelingens”

[2]wissenschaftlich belegt: Gabriele Oettingen „Re-Thinking Positive Thinking“, aus: „Die Psychologie des Gelingens“

[3] Sieh hierzu ausführlich: Wahl, D. (1991), Handeln unter Druck. Der weite Weg vom Wissen zum Handeln bei Lehrern, Hochschullehrern und Erwachsenenbildnern, Deutscher Studienverlag, Weinheim. Sowie: Wahl, D. (2001) Nachhaltige Wege vom Wissen zum Handeln. Beiträge zur Lehrerbildung, 19

[4] Entwicklungs-Stationen zum Satellite-Core-Modell: 1+4=ONE, Das Satellite-Core-Modell, Lichtscheune Media & Management, Sabine Hauswirth

 

 

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Innovation, Leadership & Zukunftsdenken

Innovation, Leadership und Zukunfts-Denken

Innovation, Leadership und Zukunfts-Denken

Wer den Zugang zu seinem Inneren erreicht hat, kann damit aus der Kraft der eigenen Stärke schöpfen. Die Kraft der eigenen Stärke erwächst ausschließlich aus dem Adaptiv Unbewussten. Aus dem Adaptiv-Unbewussten entstehen Leadership, Kreativität, Vision und Innovation. Sie erwächst nicht aus dem Verstand, weil der Verstand nachweislich begrenzt ist. Der Verstand ist das, was wir kognitiv erfasst und abgespeichert haben, der Verstand ist aber definitiv nicht unser Selbst. Im Verstand verwurzelt sind Management und Strategie, Präzision, Rechnen und Sachlichkeit.

Doch hieraus wächst keine echte Leadership-Qualität. Dies wird nach wie vor insbesondere in konservativen Unternehmens-Strukturen gelebt. Doch ohne Vision, Intuition, Kreativität – kein Wachstum der Zukunft. Und die stammt aus dem adaptiv Unbewussten. Weil die Geschwindigkeit in Industrie 4.0 immer schneller wird und Strategie alleine zu langsam ist, um das zu bewältigen, wird die schnellere Vorgehensweise benötigt – alle Innovatoren machen das ja schon lange vor: Jeff Bezos von AMAZON, Elon Musk von TESLA und schon vor Jahrzehnten Bill Gates von MICROSOFT und Steve Jobs von APPLE. Vision und Unbewusstes VOR Verstand = Strategie. Auch Albert Einstein hatte hierzu seine Ausführungen.

Das ist das gleiche wie mit Zeitmanagement, oder Arbeiten mit dem inneren Schweinehund – das funktioniert nicht, weil es den verkehrten Ansatz anbietet: Verstand anstatt Adaptiv-Unbewusstes. Und ist somit höchst-ineffizient in Zeiten immer schneller Veränderungen und damit einhergehender Veränderungs-Geschwindigkeiten, die bestehende Systeme zunehmend in Bedrängnis bringen.

Zukünftige Leadership-Qualität erfordert also integrationsstarke Persönlichkeiten, die Empathie, Vision, Kreativität mit Strategischem Denken verbinden können.Verstand ist daher nicht Grundlage von Leadership und genau aus diesem Missverständnis heraus entstehen oft Besetzung von Führungspositionen, die Empathie und Einfühlungsvermögen sowie Innovationsdenken und Kreativität vermissen lassen, weil ausschließlich der Verstand regiert. Leadership, so wie ich das sehe und viele andere kluge Leute auch, entsteht ausschließlich aus einem integrationsstarken Selbst, also aus der Verbindung von Adaptiv-Unbewussten in Zusammenarbeit mit dem Verstand, und zwar in einem Top-Down-Ansatz, also zuallererst das Adaptiv-Unbewusste, erst danach Zuschaltung der Logik.

Ich bin noch in einer Generation beruflich groß geworden, wo genau diese Fähigkeiten mehr als verpönt und alles andere als erwünscht war. Das Nachkriegs-Deutschland spielte hier sicherlich noch eine große, negative Rolle. Doch das wird sich nachhaltig für Deutschland rächen, wenn hier nicht großflächig sich etwas ändert. Denn dort, wo Leadership entsteht, nämlich im adaptiv-Unbewussten, entsteht auch die Innovation und Vision. Und die brauchen wir wie nie zuvor.

In einer Zeit, wo Change in einer überdimensional schnellen Zeitspanne passiert, kann Strategie alleine gar nicht mehr hinterherkommen. Sie braucht einfach zu lange Zeit, bis sie erst einmal ausgedacht und fertig konstruiert ist. Wenn dann außerdem Leadership falsch interpretiert wurde und ausschließlich über den Verstand besetzt wird, können zukünftige Führungsaufgaben erst recht nicht mehr bewältigt werden: denn es braucht zunehmend Visionäre, Innovatoren und Zukunfts-Denker als Lenker und Leader.

Auch viele Unternehmensberatungen werden daher in ihrer rein strategisch ausgerichteten Beratungsweise den Anforderungen im Zeitalter Industrie 4.0 nicht mehr gerecht werden können. Denn schneller und höchst-effizient ist das adaptiv-Unbewusste, und durch diese Reihenfolge wird sehr viel effizienter erst nachträglich der Verstand und damit die Strategie eingesetzt. Deshalb geht mein Ansatz auch in eine vollkommen andere Richtung: die Mitarbeiter auf Innovationsdenken, Flexibilität und Geschwindigkeit (IFG) hin zu trainineren, um beispielsweise einen eigenen Corporate Think Tank oder Ähnliches zu bilden, um dann die Innovation AUS DEM UNTERNEHMEN heraus zu bilden und schnell adaptiv-situativ auch Geschäftsmodelle, Produkte, Dienstleistungen, Work Flows oder was auch immer Anpassungsbedarf hat, anzupassen. Das heißt also, vernetzes Denken (also adaptiv-Unbewusstes mit Logik und anderen Bereichen unseres Gehirnes) zu trainieren ist die Grundlage zukünftiger nachhaltiger Weiterbildungsmaßnahmen von Mitarbeitern. 

Und der Verstand ist notwendig, um Dinge und Situationen zu analysieren, um zu rechnen, langfristig zu planen oder sicherzustellen, dass in manchen Bereichen Strategien erstellt werden. Auch ist er notwendig, um technische Errungenschaften weiterzuentwickeln, die allesamt auch der Innovation unterliegen. Unser Selbst jedoch ist unser Unbewusstes und deshalb sind wir Menschen auch einzigartig. Weil jeder Mensch ein eigenes Unbewusstes und ein eigenes Selbst hat. Aus unserem Unbewussten entstehen auch unsere Absichten, unsere Ziele für unser Leben, unsere Visionen. Absichten oder Intentionen sind deshalb wichtig, weil sie bestimmte Momente des Lebens verknüpfen und Handlungen des Jetzt mit Handlungen des unmittelbar nächsten Moments verbinden.

Also aus einer Kurzfristigkeit (JETZT) in eine Langfristigkeit(ZUKUNFT) münden. Intentionen sind somit eine fortgeschrittene Impulssteuerung und sind wichtig gegen vorschnelle Reaktionen. Das Entwickeln von Intention/Ziel/Vision kann aber nur aus unserem Selbst entstehen. Das heißt im Umkehrschluss, Leadership rein auf Vernunftebene basierend ohne Ausschöpfen des Adaptiv-Unbewussten, ist dann ausschließlich Management und es fehlen Vision und Innovation. Und genau deshalb setzt echtes Leadership NICHT ausschließlich im Management an, denn Management und Strategie sind nur dem sogenannten ‚kalten System‘, dem Verstand, zugeordnet.

Deshalb ist Leadership aus einem integrationsstarken Selbst Führungsstärke, die weder aufoktroyiert, also von außen aufgestülpt, noch nachgeeifert oder kopiert werden kann. Aus diesem Prozess, aus dem Prozess des Adaptiv Unbewussten heraus entsteht dann auch Innovation. Es ist die Verbindung von Intention mit antizipiertem Denken, also Zukunfts-Denken und vorausschauendes Nach-Vorne-Blicken. Ich sage da gerne immer, weil ich Fußballfan bin und Mutter zweier erwachsener Fußballspieler – Futurethinking ist wie Fußball: Du überlegst, wo Dein Ball logischerweise landen musst. Und das überlegen heißt hier: zunächst adaptiv-situativ, dann die Logik.

Um es ins Fußballerische bildhaft zu übertragen: kein Fußballspieler dieser Welt nutzt zuerst seinen Verstand – ohne adaptiv-Unbewusstes kann der gar kein Tor schießen.Wer so sein Selbst also “angefeuert“ hat, wird automatisch zu den entsprechenden kognitiven Steuerungselementen geführt. Es sind diese vermeintlichen“ Zufälle“ des Lebens, die dann erscheinen, die aber letztendlich nichts anderes sind als das Erkennen der zu einem passenden Informationen im Außen.

Auch das entsteht in einer Leadership-Qualität, die die Zukunft und Innovation des Unternehmens im Auge haben will. Und genau diese Zukunfts-Qualität braucht es, wenn Unternehmen überleben und den Herausforderungen im Zeitalter digitaler Transformation bestehen wollen. Denn viele haben die Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen durch die Künstliche Intelligenz noch nicht erkannt: hier werden viele bisherige Berufe, die rein analytisch-logisch sind, also auf den Verstand beruhen, ersetzt.

Was bleibt und zunehmend erforderlich wird, jedoch sind Kreativität und Innovations’denken‘, weil das noch nicht durch Künstliche Intelligenz (AI) geleistet werden kann.

Kreativität & Innovation in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz wird die Schlagkraft zukünftiger Unternehmens-Stärke und entsprechend Wachstum ausmachen.Denn das ist Zukunftsdenken und somit auch Leadership im eigentlichen Sinne. Neuschöpfung (Re-Creation) und Innovation entstehen in einem achtsamen Moment. Fast spielerisch. Erholung (Re-Creation) entsteht nicht durch Funktionieren & Technik. Erholung entsteht durch Spiel, Humor, kreatives Sein. Dies alles entsteht in unserer rechten Hirnhälfte.

Durch Pausen machen, Smart Work statt Hard Work, Zustand von Präsenz, Nicht-Urteilen(Fokusblick ist Enge).

So entsteht Neuschöpfung. Neuschöpfung ist Innovation. Und Innovation ist Evolution.Und dies als Leader zu wissen, zu kennen und zu berücksichtigen als Rahmenbedingungen für New Work wird den Leader und somit Wachstum 4.0 ausmachen.

Wer also den Herausforderungen dieser Zeit, sei es in der Wirtschaft oder in der Politik, gewachsen sein möchte, benötigt Zugang zum Selbst und erhält dadurch Leadership-Qualität der Zukunft als Leadership 4.0:

  1. Innovationsdenken
  2. kreative Ideen
  3. Empathie und soziales Handeln
  4. höchste Konzentration
  5. Effizienz im Gehirn
  6. die richtigen Entscheidungen
  7. Klarheit und Wesentlichkeit
  8. Wohlbefinden und Flow
  9. Integration von Körper Geist Seele

Es gäbe sicherlich vieles noch an zusätzlichen Qualitäten hinzuzufügen. Aber die kann man sich dann einfach auch entwickeln. So wie jeder Mensch einzigartig ist, so kann jeder Mensch authentisch und einzigartig die eigene Leadership-Qualität entwickeln. Am besten aus dem adaptiv-Unbewussten, da dies effizienter und innovativer ist.Wir schaffen es in Deutschland, wenn Umdenken erfolgt, und wir den Innovations-Vorsprung und Reformbedarf, den es braucht, auch schaffen – denn ohne Vision und Innovation in geistiger, nicht nur technisch-linear ausgerichteten Leadership-Qualität, wird es nicht mehr funktionieren.

(Dieser Artikel wurde in ähnlicher Form erstmalig veröffentlicht 2016 bei Huffington Post und 2017 bei Linkedin)