Interviews

Interview im Trendguide Chiemsee, von Mitherausgeberin Elvira Atesli, Anfang 2014

TG 7 2014 Teil 1

Quelle: Trendguide Chiemsee, Herausgeberin Elvira Atesli, http://magazin.trendguide.info/de/tg_trendguides/chiemsee

Interview im Simplicity Coach, BRAIN CONNECTION, von Dr. Michael Hartschen mit Sabine Hauswirth, 2014

Interview S. Hauswirth und Dr. Hartschen by Sabine Hauswirth

(Quelle: http://www.simplicity-coach.ch/blog , BRAIN CONNECTION GmbH, Dr. Michael Hartschen)

Interview Trendguide Chiemsee, Mitherausgeberin Elvira Atesli, Herbst 2014

TG 8 2014 Teil 1
TG 8 2014 Teil 2

Aktuelles Interview im Trendguide Chiemsee Herbst 2014 – mein Statement zum Thema Krisen, Zukunft, Risiken und Do-it-yourself bei Altersvorsorge und Geldanlage.

Interview Trendguide Chiemsee, Mitherausgeberin Elvira Atesli, Oktober 2015

Trendguide Chiemsee Sabine Hauswirth InterviewPotentiale erkennen

Wir leben in einer hektischen Zeit. Ein Termin jagt den nächsten, das Smartphone weist uns ständig auf neue Nachrichten hin und gefühlt alle fünf Minuten läuft eine neue Eilmeldung über die Bildschirme. Sabine Hauswirth hat dieses Problem der heutigen Zeit erkannt und ein Programm entwickelt, dass uns die Meisterung des Alltags – beruflich wie privat – erleichtern soll. Der Trendguide Chiemsee wollte das genauer wissen und hat die Unternehmerin aus Rosenheim getroffen.

Frau Hauswirth, „Burn out“ und „Reizüberflutung“ sind leider Gottes festes Vokabular in der heutigen Berufs- und Lebenswelt. An welche Zielpersonen richtet sich Ihr Programm?

Mein Programm richtet sich sowohl an Privatpersonen als auch Unternehmen, beziehungsweise deren Mitarbeiter. Zwei Jahre habe ich an diesem ganzheitlichen Coaching-Programm gearbeitet, dass sich den Herausforderungen der heutigen Zeit stellt. Termindruck, Stress und körperliche Erschöpfung dürfen kein Dauerzustand sein. Mit alltagstauglichen Übungen, die regelmäßig angewandt werden, können diese Themen gut angepackt werden.

An welche Lösungen denken Sie da?

Einer meiner zentralen Begriffe ist „Reduktion“. Tag für Tag werden wir überflutet mit digitalen Informationen und Aufgaben. Wir verbringen einen Großteil unserer Zeit am Arbeitsplatz. Ich empfehle darum gerade den Unternehmen, sich der Belastung ihrer Mitarbeiter anzunehmen und ihre Gefährdungen auch ernst zu nehmen. Ein solides Gesundheitsmanagement nützt nicht nur den Mitarbeitern, sondern auch dem Unternehmen. Denn die zunehmende Belastung durch Digitalisierung und fehlerhaften Medienkonsum kann nachweislich zu Konzentrationsproblemen, Fehlerhäufigkeit, ökonomischem Fehlverhalten und abnehmender sozialer Kompetenz führen. Das Stichwort „Digitale Demenz“ wird ein ernstzunehmendes Problem.

Wo setzen Sie da an?

Life Management und Persönlichkeitsentwicklung sind hier zentrale Begriffe. Viele von uns schleppen sich jeden Tag in die Arbeit und haben innerlich bereits gekündigt. Sie haben keine Motivation und funktionieren nur mehr. Genau dort bietet sich der ideale Ansatzpunkt für Unternehmen und die Personen selbst. Mitarbeiter müssen ernstgenommen und motiviert werden. Oft werden ihre eigentlichen Potentiale nicht erkannt, beziehungsweise auf dem falschen Posten vergeudet. Auch viele Arbeitnehmer kennen ihre Fähigkeiten zu wenig, um daraus mehr zu entwickeln. Ein Wechsel auf einen anderen Posten, genügend Ruhezeiten und einige Angebote von Seiten des Unternehmens können die Motivation und dadurch auch die Gesundheit schon deutlich steigern. Lebenslanges Arbeiten wird tendenziell zunehmen und benötigt daher Gesundheit und Motivation.

Wie sehen diese Angebote oder Möglichkeiten für Unternehmen aus?

Ich habe in meinem Coaching-Programm wesentliche Erkenntnisse aus der Gehirn- und Glücksforschung, sowie der Psychologie mit meinen Kreativitätsmethoden und Bewegung in der Natur verbunden. Das Programm umfasst Körper, Geist und Seele. Zufriedenheit entsteht durch kreative Tätigkeit und weniger Stress. Kompensatorische Handlungen wie Dauerkonsum oder Dauer-Medien-Konsum werden dann weniger benötigt. Ich habe ein paar Methoden entwickelt, die zugleich Flexibilität und Innovationsdenken fördern. Auch das wird in Unternehmen, aber auch im Privaten in Zukunft immer wichtiger.

Und warum gehen Sie im Coaching teilweise auch raus in die Natur?

Die Rolle der Natur wurde früher weitaus mehr gekannt, weil die Menschen noch mehr darin eingebunden waren. Heute sind wir oft weit davon entfernt und unterschätzen den hilfreichen Einfluss der Natur auf unser Sein. Sie bietet nicht nur Ruhe und Erholung, sondern auch Entschleunigung und Entspannung für ein gestresstes Gehirn. Mittagspause im Park, ein längerer Aufenthalt auf dem Land oder am Wasser können die Achtsamkeit fördern. Wer den Bezug zur Natur verliert, verliert langfristig den Bezug zu sich selbst. Menschen gestalten Familie, Betriebsklima und auch die Gesellschaft. Umgekehrt bedeutet dies, wenn wir den Bezug zur Natur verloren haben, gehen all diese Gemeinschaftsbeziehungen langfristig in die Brüche. Die Gehirnforschung belegt sogar, dass je weniger achtsam unser Gehirn ist, desto unsozialer werden wir und verfallen immer mehr künstlichen und kompensatorischen Welten.

Wie lange sind Sie nun bereits selbstständig? Gibt es Pläne für 2016?

Seit über 15 Jahren. Mir ist es ein großes Anliegen, dieses Thema in möglichst viele Unternehmen, aber auch in Hochschulen und Kommunen zu transportieren. Je mehr dieses Problem erkannt wird, umso mehr Personen können beruflich wie privat davon profitieren. Wenn man das zu Ende denkt, ist es ja letztendlich ein gesamtgesellschaftlicher Ansatz, von dem wir alle etwas haben.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Trendguide Chiemsee

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